Nature

So vorweg: Ich puste ja meine Erlebnisse so in den Kosmos hinein gell, ich weiß ja nicht wer oder wer nicht das hier alles so liest – aber jeder ist willkommen (färbt scho ab, färbt scho ab) Ich stelle fest – und vermute – gar nicht nur ein paar enge Freunde (Irmi hat schon zugegeben es ist immer viel los und sie skype lieber – ist ja auch völlig in Ordnung) lesen, sondern liebe Kolleginnen aus Kindergärten, anderen Schulen … Ich freu mich über alle Rückmeldungen und dass es Freude macht hier was zu lesen!!!

Jetzt naturIMAG0530e: Ich schau immer wieder mal auf den Globus und meinte eigentlich Seattle liegt vom Breitengrad her gesehen auf Höhe Bodensee. Aber klimatisch haut das irgendwie nicht so hin und so wie hier Herbst und Winter beschrieben werden, sind das eher südschwedische Lichtverhältnisse. Wir werden es ja sehen. Ich fang mal ganz aktuell an – heute REGEN (endlich mal, es sPioneer 9-25-2oll ja scheinbar IMMER regnen hier – bislang war es eher weniger als bei uns und wenn dann nur so Schauer – und dann reißt es wieder auf) und ich mit Bella ab in den Regenwald. Heute extrem früh (7.10 Uhr) aufgestanden, weil Sophie ihre erste „Bandprobe“ hatte und von einer anderen Mom abgeholt wurde, die mir auch zurief: „Its soooo early“ „Yes, yes“ (Sophie hätte bei uns in Pöcking um 7.10 die S-Bahn nehmen müssen – jeden Tag, das ist ja der eigentliche Auswanderungsgrund)

So also ValPioneer Park 9-25i um 9.00 abgesetzt und dann in den Regenwald – PioneerPark. Obwohl es mitten auf der Insel ist und von Straßen in drei Quadrate aufgeteilt, ein wilder Park. Überall Farne, bemoste Bäume, riesige rote Zedern… Unbekannte Vogelstimmen – Zeiserl sinds keine – graue Eichhörnderl, die aber jetzt wie bei uns im September total ungebremst mit viel zur großen Nüssen im Maul über uns herumbalancieren und etwas Hektik verbreiten. Bella glaubt immer noch, das wäre evtl. 2. Frühstück.

Dann Rückblick – letzten Sonntag – nur eine halbe Autostunde von uns entfernt – zu den Snoqualmi Falls (toller Name!). Das ist im Wesentlichen ein sehr großer und beeindruckender Wasserfall, den schon die Indianer als heilige Stätte verehrten. Im Fluß unterhalb laichen Lachse, es soll auch Schwarzbären, Cougars (Silberlöwen, Pumas) Wölfe geben… Habe gerade gelesen, dass Cougar gerne als Slang für … Ach lest selbst – weißte Bescheid. Sind wir nicht Mädels, schon allein altermäßig kommen wir da gar nicht hin!

Cougar ist die englische Slang-Bezeichnung für ältere Frauen, die einen wesentlich jüngeren Mann entweder für eine Beziehung oder als Sexualpartner suchen. Im normalen Sprachgebrauch bedeutet der Begriff Puma. Die Parallele liegt zum einen im silbrigen Fell des Pumas (Silberlöwe), analog zur Haarfarbe einiger älterer Frauen, und zum anderen in der Eigenschaft der Jagd (bei Frauen auf jüngere Männer, beim Puma auf Beute).

Gesellschaftlicher Trend

Nach einer Studie der American Association of Retired Persons aus dem Jahr 2003 ging eine von drei alleinstehenden Frauen in den USA im Alter von 40 bis 69 Jahren mit einem jüngeren Mann aus (were dating a younger man). Nach dem US Census Bureau waren im Jahr 1997 weniger als eine halbe Million Paare in den USA zu finden mit einem Altersunterschied von mindestens zehn Jahren. 2003 gab es bereits ca. 3 Millionen Paare, bei denen der Mann mindestens sechs Jahre jünger als die Frau ist. Zwischen den Jahren 2002 und 2005 hat sich nach Angaben des Online-Dating-Dienst match.com der Anteil der Frauen in der Datenbank, die gerne einen Mann treffen würden, der zehn oder mehr Jahre jünger ist als sie, verdoppelt. Der Autor Mark J. Penn beschreibt das Phänomen und den gesellschaftlichen Trend ausführlich in einem Kapitel Cougars in seinem 2007 erschienenen Buch Microtrends.[1]

So das wIMAG0329ar nIMAG0372ur ein Exkurs. Wo war ich. Snoqualmi – schaut mal hier:

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Schön wars also an den Snoqualmi-Falls und ich bin schon gespannt, ob wir hier mal in ein Indianer-Reservat kommen oder ob das gar nicht so idyllisch ist, wie ich mir das wieder vorstelle. Ich wurde letzte Woche ja bereits gefragt, ob mir langweilig ist ???? Langweilig? This doesn´t exist in my dictionary! Also sollte das mal doch aufkommen, gute Schamanen werden immer gebraucht, dann mach ich erstmal ne schöne Schamanenausbildung und dann sehen wir weiter. Brauche ich dafür eigentlich eine social security number? Ihr wisst nicht was das ist – etwas, was ich definitv anstrebe – dazu mehr das nächste Mal! Enjoy weekend & nature – bye!

3 Gedanken zu “Nature

  1. Liebe Julia, wir liiiiiieeeeeben es deinen Blog zu lesen!!! Du brauchst keine Zusatzausbildung als Schamanin machen!!! Mach einfach ein Buch draus!!! Das meine ich ganz ernst! Du schreibst toll!!! Sam ist voll im schulstress „Mama ich habe noch nie in meinem Leben sooooo viele Hausaufgaben gemacht“! Es gibt auch 2 neue Kinder in der 3a, die aber nicht so aufgenommen wurden wie eure in USA!! Bleib dran mit schreiben, wir freuen uns!!! Ganz liebe Grüße! Ps: eurem Haus geht’s gut!!!!

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  2. Liebe Julia,
    ich finde „Julisea“ sowohl als Wortschöpfung als auch als Lektüre herrlich und freu mich immer, wenn du wieder was gepostet hast! Allerdings bin ich immer (auch virtuell) lieber im kleineren Kreis unterwegs, daher wirst du meine Kommentare auch in Zukunft eher im mail account finden. Die unlogische Ausnahme heute mach ich 1. um mal auszuprobieren, wie man an so ein hübsches Kommentar-Symbol kommt (ah ja! indem man einen verfasst!), 2. ob man sich das aussuchen kann (nö, sieht nicht danach aus – menno, Kerstins ist schöner!) und 3. da ich DIESMAL die Öffentlichkeit suche, damit du ja nur nicht auf die Idee kommst, meine neue Lieblings-Fortsetzungsgeschichte für dich zu behalten!
    Hattest du schon mal Zeit, die Fühler Richtung Barbara / Queen Anne auszustrecken? Wenn du dich in die Native-Problematik auf sehr anschauliche, unterhaltsame und leicht verdauliche Weise einlesen willst, empfehle ich dir: Indigosommer, das spielt in La Push, wie die Twilight Geschichten, also bei euch um die Ecke 😉 und Lakota Moon von Antje Babendererde: Jugendbücher bzw. -hörbücher (noch nix für Sophie, aber für uns junge Erwachsene supergut zu lesen/ hören)! Und wenn du Englisch lesen magst: Barbara Kingsolver, The Bean Trees und Pigs in Heaven – im Original ABSOLUTE SCHÄTZE. Da schlägt sowohl das Mutter- als auch das Native-interessierte Herz höher! (Aber leider ins Deutsche kaputtübersetzt – nur ein trauriger Abklatsch.)
    Wir rechen gerne aus, wie spät es bei euch ist und was Vali gerade tut. Ich habe R. z.B. gestern früh um 10 dringend von einem Anruf abgeraten 😉
    Apropos Vali: Ich will natürlich ABSOLUT ALLES darüber wissen, wie die Kinder mit der Sprache/ Schule weiterkommen!

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    1. Liebe Sabine!
      vielen Dank für die Literatur-Tipps… ich bin sofort dran. Ich habe ja schon die örtliche Bücherei (wie in Pöcking:) ausfindig gemacht und mich dort auch ohne social security number anmelden können. Und das Englische der kids: Ich frage mich wie sie machen aber: Sie fangen an zu sprechen – kreisch. Am Freitag sagte Sophie zu ihrer Klassenkameradin, die Bella an der Leine führen wollte: She is very strong (gut) und als Bella dann zog: See you (weniger gut:-) aber es wird und Hauptsache sie spricht drauf los. Vali machts genau so, hört glaub ich noch mehr zu, aber erzählt dass er sich meldet (in Mathe) und natürlich bin ich begeistert. Seine Lehrerin (sehr amerikanisch) versteht ihn allerdings noch nicht so ganz. Wenn er ihr was sagt, schickt sie mir sicherheitshalber nochmal eine mail…insgesamt würde der Amerikaner sagen: They doing an amazing job! So long – bye Julia

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