Eine „Sehenswürdigkeit“ in Seattle ist bzw. war bis Anfang der Woche die „The Market Theater Gum Wall“ in Seattle am Pike Market. Wir sind da paarmal dran vorbei geschlendert und es hat schon bisschen was Grausliges an sich, wenn man sich kurz ausmalt, was diese Wand so fröhlich bunt gestaltet: Ausgespuckter Kaugummi… Aber USA würde – layed back Northwest hin oder her – nicht die USA sein, wenn man da nicht irgendwann die Keime (germs) mit ins Auge fassen würde. Und so wird diese Attraktion nicht nur als „one of the germiest“ bezeichnet, sondern mal eben schön weggesäubert. Drei Tage lang wurde dampfgestrahlt etc. und nu isse weg. Aber dank Hinweisen hießiger (und deutscher) Presse (http://www.stern.de/panorama/weltgeschehen/kaugummis—in-seattle-kleben-millionen-davon-an-einer-hauswand-6550658.html) waren wir rechtzeitig einen Tag vor Beginn der Reinigungsaktion vor Ort und haben vor dem schaurig-schönen Ort noch eine paar Bubble-Fotos geschossen.
Jetzt lese ich gerade, es war gar nicht wegen der Keime, sondern weil der Zucker sich über die Jahre in die Mauer gefressen hat und man darf sofort nach der Säuberung wieder weiter kleben. Aber gut, über 20 Jahre Bubble-Gum wird nicht so schnell wieder so schön vielfältig kleben…. Ich halte Euch auf dem Laufenden 🙂
Der ganz normale Sonntag ist inhaltlich recht unspektakulär – irgendwann muss die ganze Bande mal raus aus dem „Milbentempel“ (das hat Atze Schröder mal so schön formuliert) und an die frische Luft. Wir natürlich immer neue Wanderrouten ausprobierend, sind auf die Seattleseite genau gegenüber von Mercer Island gefahren, dort gibts eine Halbinsel, eigentlich mehr eine Dreiviertel Insel, genannt Seward Park und die kann man gut umrunden oder auch quer rüber laufen und hat dabei sehr schöne Ausblicke auf unser Wohneiland und auf die Skyline von Seattle…
Und danach downtown – ist ja nicht mehr weit. Ein Sandwich in der Metzgerei und dann einen Cappuccino im Cafe Umbria – hat fast was von München – Glockenbach oder Haidhausen oder Schwabing – ich hör auf, nein ist nicht zu vergleichen…
Hier in der Metzgerei konnten wir auch gleich einen „Oregon organic free-range Turkey“ bestellen – einen weiblichen mit hoffentlich nur 12 pounds… (Chrisi hast Du nicht auch mal viele, viele Stunden den perfekten Truthahn gebraten?) Schickt mir nur Eure Truthahntipps und Beilagenvorschläge – Kartoffelkloß mit Soß??? Demnächst ist nämlich hier schon Thanksgiving!!!




