Merry Christmas! – Habe ich vielleicht schon mal gewünscht – kann man ja nicht oft genug, nicht wahr? Es ist alles so schön bunt hier, dass man auch mit Nieselregen und Dauergrau voll in Stimmung kommt. Es hat insgesamt für uns „Neuankommlinge“ immer noch was von Disney-Land und die Weihnachtswinniepuhs, Santas, bunten Lichterketten tun ihr Übriges.



Dann Christmas Eve… alle sind noch unterwegs, man kauft noch wie wild Geschenke und Essen (immerhin haben die Lebensmittelläden EINEN GANZEN TAG GESCHLOSSEN) und schwupdiwup ist es Nachmittag. Ja und die bayerischen Kinder, die schon die Bescherung der dt. Verwandtschaft per Skype quasi mitverfolgt haben, die fragen dann im 10 min Rhythmus wann jetzt nochmal genau und ob nicht gleich, ohne Essen und ohne Lieder und überhaupt die Bescherung sein könnte??? Und was ist mit der Christmette??? Da gabs die Wahl zwischen einem Krippenspiel um 2pm oder um 4pm oder doch lieber downtown…Wir haben es am 24. dann letztlich nicht geschafft.
Und weil Weihnachten ist – kleiner Exkurs: Es ist ja so eine Sache mit der Religion im Allgemeinen sowieso und hier im Speziellen. Die ersten Einwanderer sind ja wegen freier Ausübung ihrer Religion rübergeschippert und es gibt hier so viele verschiedene „Anbieter“ möchte man sagen. Die Presbyritaner, die Redeemer und die Lutheraner und die Baptisten und die Katholiken und das sind alles nur die christlichen Ableger – da verliert man schon den Überblick. Uns wurde ja auch vorab geraten Kirchen hier eher zu meiden, denn so auf dem Papier r.k. das gibts hier nicht so, da muss man schon involiert sein… Kinder am besten gleich auf der entsprechenden kirchlichen Schule anmelden etc. Unsere Freunde waren hier auf der Insel in der Kindermette und meinten es wäre „interessant“ gewesen und man wäre gleich angworben worden. Wir haben dann heute mal St. James mit dem Erzbischof von Seattle „getestet“ – und hey, es war sehr beeindruckend. Ein klassischer katholischer Gottesdienst mit Weihrauch und Chor, Bläser und Orchester in einer richtigen großen Kirche aus Stein. Die meisten der oben genannten „Kirchen“ sehen aus wie etwas größere (Holz-)Wohnhäuser und man erkennt nur an den „Werbetafeln“, dass es sich um eine Kirche handelt. Wir wurden nicht direkt angeworben, aber man findet vor sich zumindest dirverse Flyer, auf denen man eingeladen wird sich dem Glauben zu nähern oder „Welcome back!“ wieder zu nähern. Donation kann man im bereitgelegten Umschlag gleich direkt oder gerne auch mit dem smartphone geben – Hallelujah! Und überhaupt „Pope Francis“ hört sich irgendwie cool an, findet ihr nicht? Am Ende hat er dann allen noch persönlich die Hand geschüttelt – Merry Christmas!


So aber jetzt muss ich packen, denn morgen entfliehen wir den fünfzig Schattierungen von grau (hey jetzt kapier ich endlich warum das in Seattle spielt) und auf gehts nach California! SONNE, STRAND und HAPPY NEW YEAR!!!

machen, was er den Rest des Jahres so alleine macht – war eigentlich klar, hinter jedem erfolgreichen Mann steht eine Frau…








Dazu gabs ganz wunderbare sidedishes wie mashed potatos, cranberry sauce und brussel sprouts mit buttersquash usw.






