Zurück in Seattle, im Gepäck „homemade“ Marmelade aus Wachauer Marillen, französische Kontaktlinsenflüssigkeit, eine Flasche Aperol und eine Flasche Starnberger See Wasser (just kidding), jede Menge wunderbare Sommertage zwischen München, Bad Ischl und Burghausen – a Draum.
Dazu noch ein Kind und fast zwei Teenager, denen ich vor dem Abflug aus München versicherte: Wir fahren diesmal sooo früh zum Flughafen, wir werden uns (endlich mal) langweilen, Parfüms testen (also ich), Lieblingsbuch finden (Tochter), Pokemons fangen (Sohn), Abflugbilder snapchatten (Neffe), aber nix dergleichen. Erstmal hat am Check in schon ein knuffiger, aber vollkommen ratloser Mann (Charakter: Faultier aus dem Film Zootopia) der 20 mal unsere Adressen eingetippt und mir versichert, dass die Einreise in die USA mit einem Visum jetzt wahnsinnig schwierig wurde. Aha. Und dann, Kinder jetzt haben wir noch bisschen Zeit, ups was ist das, über eine Stunde Warteschlange an der Passkontrolle… Mit Leuten nach „Muss ich Maschine Izimir, fliegt in 30 min“ „Mir flieget nach Siattl, wir bordde ah in 20 Minudde“, so ging das bis wir nach 90 Minuten im Schweinsgalopp zum Gate rannten, im Bus nach Luft rangen und mit 50 anderen Passagieren, dann die Maschine bestiegen, die auf uns gewartet hat. Nach einem kleinen technischen Test konnten wir auch schon 2 Std. später als geplant abfliegen.
Diesmal war es wieder sooo schön in Deutschland, dass wir auf jeden Fall wissen, hierher gehen wir zurück, wir sind hier verwurzelt, bequem hin – fun her. Die folgenden Impressionen sind zufällig und bunt durcheinandergewürfelt – das Essen war zu gut und im Herbst müssen Pfunde purzeln….
Mit dem Besuch hier in USA haben wir natürlich wieder sightseeing gemacht und neue Pätze aufgesucht, wie z.B. das allseits bekannte Leavenworth… „Isn`t Leavenworth so beautiful? I love this city!“ so eine Bekannte danach zu mir. Hüstel, hüstel, yes, yes its not quite like Bavaria… but nice…
Das ist ehrlich gesagt, total gelogen, denn es war bei 37 Grad, 25% Luftfeuchtigkeit, und null Parkplätzen eine der schrecklichsten Orte, die ich bisher besucht habe. Am Montag war weniger los und ich konnte ein paar Eindrücke festhalten.. Es gibt vielleicht ein paar nette Restaurants, aber meine Bedarf an „Wurstel and Kraut“ war grade erst gedeckt. Stattdessen kann man dort nett river raften oder das von letztem Jahr schon bekannte „tubing“, bei dem man sich mit einem Reifen den Fluss runtertreiben lässt und von einem Shuttle Bus wieder zurück an den Ausgangsort gefahren wird. Ist man so eine Super Tuber wie ich es bin, nimmt man die ersten Stromschnellen gekonnt mit einem Doppelflipp, verliert dabei Kappi und Paddel und bringt den richtigen drive rein: „Mama, Mama, was machst du denn da, du darfst dich doch nicht nach hinten lehnen“ Bella, für die wir einen „Dog-Tube“ mieten konnten, fand das dann auch zu aufregend und ist nach meinem Flipp erstmal eine halbe Stunde nebenher geschwommen, sicher ist sicher. Schließlich hat sie sich überzeugen lassen, dass es für die restlichen Stromschnellen ganz ok ist, sich doch in dem Tube auszuruhen und hat Freudentänze aufgeführt als wir alle wieder an Land waren.
Nach 10 Tagen „Shanghai Sicht in
Seattle“ wegen den Waldbränden in BC und keinem Luftzug oder gar Regen im gesamten Pacific Northwest (man vergisst sooo schnell, wie war das zwischen November und April??? Regen was ist das?) hatte sich die Sonne quasi verdunkelt und wir konnten nicht mal die Skyline von Seattle sehen. Die Jungs überbrückten die Zeit mit DOTA II und anderen sinnvollen Tätigkeiten und „chill mal“ war die Phrase des Sommers…
und schon waren drei Wochen rum und das Patenkind war startklar für den Abflug und die nächsten Pöckinger flogen an. Und da die SAN JUAN ISLANDS mit diesen ansgesteuert wurden, gehts demnächst mit diesem Reisegeheimtipp weiter.
