Peace and Joy!

And happy Holidays…. its the season, yeah! Heute zeige ich Euch den kuriosesten Weihnachtsbaumschmuck, der mir hier untergekommen ist. It is amazing, was die Leute sich hier alles an den Baum hängen. Da die letzten Fotos grade irgendwo zwischen meinem Telephon und einer cloud oder sonstigem backup herumladen, denn ich habe wie immer am Jahresende eine Foto-chaos zu sortierten, von diesem Folder in jenen und zurück und wo sind die Fotos von Januar bis März, futsch, nix backup, später dazu. Diese neue Technik, die hod der Deifi gseing…

Erstmal zum bereits fast gelösten Problem: Ablaufender Reispass im Ausland… Na da gehste zum Konsulat. Ja wo ist denn das nächste deutsche Konsulat? Auf jeden Fall nicht in Seattle, sondern in San Franzisco, aber zum Glück gibt es ja einen Honorarkonsul. Dazu ist die website http://www.germany.info/ recht hilfreich. Hier findet man nicht nur alles Wichtige für Deutsche in USA, sondern erfährt auch, „The public diplomacy campaign “Deutschlandjahr” (Year of Germany)„Deutschlandjahr” (Year of Germany) is coming! Starting in October 2018, Germany and its deep ties with the U.S. will be on display all around America. Help us celebrate by submitting ideas for projects that showcase our countries’ partnership in the areas of culture, education, science, and business. Proposals are due by January 20, 2018.“

 

 

 

Und findet dort auch:

#MyDeutschFail: Finding the Humor in Language Learning

A popular strategy to language learning of any kind, but perhaps especially so with a more complicated language such as German, is keeping a sense of humor about it. As such, we interviewed German language learners of all ages to ask about their funniest language mistakes they have made.

Es war bis vor kurzem eine Dame die Konsulin hier, seit diesem Jahr haben wir einen „Neuen“, den Uli Fischer. Sehr geehrter Herr Honorarkonsul, so hab ich ihn erstmal angeschrieben und recht schnell einen Termin bekommen. Your Appointment is Tuesday 7pm. Treffpunkt ist in Kirkland im German Retire Home, ok. Ich also im abendlichen Berufsverkehr mit meinen biometrischen Fotos, diversen Urkunden und Bargeld ausgestattet zum Retire Home. Im Stockdunkeln – ihr erinntert Euch keine Straßenlaternen – über eine matschigen Parkplatz getappert – ah eine laminierte Deutschandflagge am Türknauf, hier muss es sein. In ein Colombo-eskes Büro in beige-braun gehalten, eingetreten – Joggi Löw grinst von einer Deutsch-Amerikanischen Zeitung und da kommt er schon, der Uli. Wir sagen du, oder? Yes, ok, du Konsul. Er erklärt mir, dass er das Ganze hier ehrenamtlich neben seinem Beruf macht, dass man als Honorarkonsul vorgeschlagen und in einem langwierigen Auswahlprozeß bestätigt werden muss,  er hier sehr viele interessante (vermutliche deutsche) Menschen kennenlernt und es ihm Spaß macht. Er sei eben ab übermorgen für 10 Tage in Europa, somit hätte ich Glück das Ganze heute noch abgegeben zu haben. Ob ich meinen Pass allerdings wirklich express bekommen könne, mit all den Feiertagen in Deutschland, das stehe auf einem anderen Blatt. Gut noch ist ein wenig Zeit, denke ich, letzte Woche wurden die Unterlagen ja alle eingereicht, per Post nach San Franzisco, dort in den PC getippt, in Deutschland wird dann der Pass erstellt und dann wird er zurückgeschickt nach San Franzisco. Dann bekommt ihn Uli nach Seattle geschickt, der ihn mir wiederum nur aushändigen kann, wenn er meinen alten dafür entwertet. Den muss ich aber immer zusammen mit dem neuen vorlegen, da hier mein noch länger gültiges Visum drin klebt. Puh. Little did I know, its pretty confusing.

Da überlegt man schon kurz, ob so eine doppelte Staatsbürgerschaft – nein nicht wirklich. Wobei das Land ist im Aufbruch. Alabama hat sich gegen einen berittenen, bösartigen, allzeit bewaffneten Reaktionär entschieden und das obwohl Alabama für die Republikaner eine Bank war.  Yes we can doch anders, oder wie? Einige meiner Bekannten sind super excited, aber ich glaube, bis das impeachment kommt, da müssen die Schweine der Bahamas nicht nur schwimmen, sondern fliegen (When pigs can fly). Wenn der Pass nicht rechtzeitig kommt, trotz express und so, wird die Rückreise vom kanadischen Skiurlaub Ende Dezember  im besten Fall interessant. Im Schlechtesten darf ich nicht mehr einreisen. Bitte Daumendrücken…

Jetzt zu den schönsten Anhängern der Saison: Bohrmaschine, Rasierer, Pizza oder eher klassischer Santa Claus mit Frau, die ihn mit Keksen füttert oder mit Baströckchen?

Das Wetter ist seit 10 Tagen sensationell, beschert uns traumhafte Sonnenauf- und -untergänge, erst ab morgen soll der Regen passend zum Ferienstart wieder kommen. Aber die Kinder freuen sich sowieso bis Mittags in den Pyjamas herumlümmeln und sich erst zu den diversen playdates (Christmas Movie afternoon, Christmas Theater, Hanukkah Parties und all so was) in Schale zu werfen, da wäre gutes Wetter nur hinderlich!

In diesem Sinne Happy holidays!

 

Schwimmende Schweine – Exumas

Nichts ist schwerer zu ertragen als eine Reihe von guten Tagen …(Goethe)

Irgendwie kam mir dieser Satz in diesem Urlaub in den Sinn. Und das obwohl oder vielleicht weil es einer der außergwöhnlichsten und bilderbuchartistgen Urlaube war, an die ich mich erinnern kann.

Wie kam es zu unserem Reiseziel, den Exumas, eine Inselkette die zu den Bahamas gehört?

https://de.wikipedia.org/wiki/Exuma_(Bahamas)

Es war im März/April diesen Jahres, nach gefühlt 6 bis 7 Monaten Regen, wolkenverhangenden Wintermonaten bzw. der ganz normalen „Seattle rainy season“, da hatte ich in der ZDF Mediathek eine Reportage über ein junges Pärchen, das den Atlantik überquerte, entdeckt und gleich meinem insgeheimen Weltumsegler präsentiert. Sie, die bis dahin kaum segelerfahren, er seit Kindheit Segler und Fachjournalist bei der „Yacht“, Cati und Johannes Erdmann. Da die Reportage in Madeira endete, gab es zwei Varianten, entweder sie hatten es nicht über den Altantik geschafft oder irgendwas anderes ist mit dem zweiten Teil der Reise passiert. Wir recherchierten und siehe da, die beiden hatten es tatsächlich geschafft, nur das ZDF hatte sie wegen zu geringer Einschaltquoten nicht mehr begleitet. Da es ihnen in der Karibik so sehr gefiel und sich die Gelegenheit bot einen geräumigen Katameran zu kaufen, bieten sie seit 2016 Segeltörns von New Providence, eine der zahlreichen Inseln der BAHAMAS an. „The Bahamas“ sind ja ein beliebtes Winterziel der Nord-Nord Amerikaner und somit dachten wir, warum nicht? Wenngleich man auch aus Deutschland ähnlich lange fliegt, buchten kurzerhand den ersten Törn nach der Hurrikan Saison, der genau in unsere Thanksgiving Ferien fiel.

Von Juni bis Oktober können dort in der Karibik ja die Hurrikans durchziehen, wie dieses Jahr der Hurrikan „Maria“, der Puerto Rico dem Erdboden gleichmachte. Im Hochsommer gibt es viele „Schnäppchen“, aber es ist so eine Art Russisch Roulette in diesem Zeitraum eine Reise in die Karibik zu buchen und Segeltörns werden da sowieso nicht angeboten.

Wir also mit unserem Skipperpärchen im Austausch, die ihren Katameran erstmal von Virgina (USA) zu den Bahamas segeln mussten, bevor wie uns in der Marina auf New Providence trafen. Die Bahamas Airlane, die einen von Miami oder Fort Lauderdale nach Nassau fliegt, scheint eher die ausrangierten Flugzeuge aus Europa zu übernehmen, die Norwegisch – Englischen Hinweise auf den Sitzen auf dem Hinweg, und die Französisch- Englischen auf dem Rückweg, ließen mich das zumindest schließen. Sie brachten uns trotzdem sicher rüber. Dann bekommt man beim Aussteigen einen feuchtwarmen Umschlag, der sich für die Zeit des Aufenthalts um einen schlingt – angenehm nach den vielen Regentagen daheim, zunächst mal. Die ersten Nächte in Bob Marleys ehemaliger Villa verbracht – jetzt ein gemütliches Hotel mit morbidem Charme und Mob Marley Museums Zimmer, gings am Samstag auf den Kat und am Sonntag stachen wir bei Sonne und Wind in See, um auf einer der nördlichen Exuma Inseln zuzusteuern, wo wir unseren ersten Ankerplatz finden wollten.

Ich muss euch gar nicht weiter berichten, wann wir wo wielange geschnorchelt, geplantscht, im Sand gesessen, gesegelt und gegessen haben…Die Bilder führen uns durch den Urlaub. Erst mal die Farben des Wassers – türkis, blau, helltürkis mit Sonnenstreifen, dunkelblau, mittelblau usw. usw.

 

Dann die Inseln… Manchen unbewohnt, andere im Privatbesitz von Johnny Depp, David Copperfield, wieder andere die Drehorte diverser Filme (Thunderball, Casino Royale) mit entprechender Geschichte und touristischen Anlaufpunkte. Es gibt einen Exuma marine park http://exumapark.org/ wo an kleinen Riffen schnorcheln und kleine bunte Fische wie im Aquarium bewundern kann, Wasserschildkröten, Conchs (große Meeresschnecke), Baracudas, Haie gibts dort und auch überall sonst rund um die Bahamas im karibischen Meer.  Zwei Inseln sind einmal von Iguanas und zum zweiten von den berühmten schwimmenden Schweinen bewohnt. Die Schweine wurden irgendwann vor (hunderten von) Jahren von irgendjemand dort abgesetzt, quasi Speisekammer, und dann vergessen, auf jeden Fall nicht mehr abgeholt, vielleicht haben die Schnuckis auch ein Schiffsunglück überlebt. Seitdem sind sie DIE Touristenattraktion, werden regelmäßig gefüttert und mit Süßwasser versorgt. Da sie kapiert haben, dass Boot = Futter bedeutet, kommen sie zu den Booten geschwommen, was bei dieser Umgebung tatsächlich etwas surreal ist. Die kleinen Schweinchen sind wirklich allerliebst, man möchte künftig lieber auf Bacon, Pork-Dumplings und Schweinebraten verzichten – die Großen stinken aber ganz schön und ihre Hinterlassenschaften auch…. Die Iguanas leben auf einer anderen Insel und fressen am liebsten Weintrauben am Spieß.

 

In die Thunderball Grotte, in die James Bond alias Sean Connery in orangem Toucheroutfit getaucht ist und dort die atomaren Sprengkörper sichergestellt hat, konnten wir bei Niedrigwasser mit zahlreichen Touristen ebefalls schnorcheln, die Nurse-Sharks, scheinbar harmlose, welsartige Haie, hatten wir auf Staniel Cay für uns alleine. Denn Touristen lassen sich sonst gerne mit ihnen fotografieren, wir lieber ohne uns. Wobei man ja sagen muss, auch Riff Haie sind ja ganz ungefährlich, sagt man, und die Männer sind in der Annahme, es handele sich um besagte Ammenhaie, einen Morgen mutig in einer einsamen Bucht geschwommen und haben erst nach Auswertung der Unterwasserbilder erkennen müssen – upsi, es waren Riff Haie.

 

Ansonsten genoßen wir einsame Buchten, das unglaubliche Wasser, zahlreiche Mückenstiche der „Noseeum’s“ (man sieht sie nicht sie sehen wirklich so:      aus), die karibische Sonne, weiße Strände, die Conch-Muschel optisch und kulinarisch und die Wärme, ach was fühlt sich der Seattler Herbst nun gut an!!!