American Beauty

In der Spring Break ging es über Portland (da auf Meilen) nach Las Vegas. Dort ein Tag Crazyness. Wie sagte die Kunstlehrerin, die am Black Jack Tisch die Karten ausgab: More than two days Las Vegas sucks the soul out of you – und da ist wohl was dran und am Montag ging es los in die Weite.

Wieder mal im Wohnmobil (RV), das, so sind wir jetzt überzeugt, sicherlich zu 90 % nur von Deutschen gemietet wird, denn warum kann man es über deutsche Anbieter wesentlich günstiger buchen und warum sprechen die Leute bei „Road Bear“ in breitem sächsischen Akzent? Man weiß es nicht, aber ich denke der gemeine Amerikaner hat gar nicht so viel Zeit für eine Wohnmobiltour, außer er ist Rentner, dann aber kauft er sich eine Art Reisbus mit Autoanhänger und lebt dann permanent in so einem Hometrailer…

Wir allerdings in der Touri-Version unterwegs. Erster Stop: Page – Antelope Canyon. Dort waren wir vor 10 Jahren auch schon einmal und die Kinder wollten das gerne noch mal sehen, da ihre Erinnerungen doch etwas verblasst waren. Es ist wirklich immer wieder „Amazing“. Der native American, der uns durch den Canyon führte, zeigte den alten Damen und den Kindern – ok auch mir, wie man mit dem Handy, in welchem Winkel mit welcher Belichtung diese Fotos zustande bringt:

Dann Bryce Canyon NP, die Bilder kennt man auch, nicht wahr? War ebenfalls der zweite Besuch nach 10 Jahren, diesmal mit etwas längeren Wanderungen.

Und last but not least: Zion National Park, der beliebteste Park in Utah, jedes Jahr Millionen Besucher und im Gegensatz zum Grand Canyon eben eine Tal mit Felwänden, die wahrscheinlich Kletterherzen höher schlagen lassen. Ich dachte erst dieses „Angels Landing“ (eine Art Felsenriff auf rund 1800m Höhe) das erreiche ich sowieso nie. Aber die Begeisterung der family war so groß und dann sind wir eben raufgekraxelt aufs Landing. Es kamen mir dann auch Menschen mit Espandrillos o.ä. entgegen, grad dass sie keine FlipFlops trugen, manche hüpften die Felsen hinunter ohne sich an der Kette festzuhalten. Es grenzt an ein Wunder, dass hier nur ab und an mal jemand abstürzt. Aber gut, wir kamen heil rauf und runter und die Ausblicke waren natürlich grandios. Der Campground im Park lag idyllisch am Fluss und das ist eben diese „American Beauty“, die wir in Europa vielleicht in dieser Dimension nicht haben. Wobei ich mir fest vorgenommen habe auch den Bayerischen Wald, den polnischen Urwald (bevor er abgeholzt wird), stille Wege in den Alpen zu besuchen, sollte das Fernweh mal wieder kommen.

Auf Mercer Island hat uns erstmal eine Schnürdl-Regen-Sonntag empfangen und die ganze Woche war recht zum Abgewöhnen – welcome back in the Pacific North West, dafür ist diese Woche Frühsommer pur und es soll 26 Grad geben!!!