Oh, wie schön war Kanada!

Halloween steht vor der Tür und ich habe meine Sommeraktivitäten noch immer nicht aufgearbeitet bzw. stecke sowieso noch mitten drin. Nach diesem „amazing, but really short summer“ vergisst man gerne den sehr langen, sehr grauen Winter.

Eine fröhliche ältere Dame, die uns am Beachclub mit den Worten: „What is that music that I can hear in your language? Is it German???“, in ein Gespräch über ihre Nachbarn, die diverse deutsche Anknüpfungspunkte haben und ihr das Lied (passend zur aktuellen Münchner OFZ (Oktoberfestzeit)) beibrachten, das sie dann anstimmte: „Oh wie is that schon, oh wie is that schon, oh wie is that wunderwunderschon – thats all I know in German!“ Also diese kleine, dicke Dame hat uns dann erklärt, dass sie hier auf Mercer Island aufgewachsen ist und bis zur Highschool gar nicht gemerkt hat, dass hier die Winter so grau sein sollen. Ihre Zimmergenossin auf dem College jedoch(Mädchen von der Ostküste) hat dann den ganzen November lang jeden morgen geseuftzt: „Manno, schon wieder grau…“ Bis sie dann sagen musste: „So jetzt ist aber Schluss. Du sagst jetzt nur noch, was über das Wetter, wenn es dir gefällt, nur wegen dir ist mir jetzt auf einmal klar, wie viele graue Tage wir hier haben, das wusste ich vorher nicht!!!“

Was ich eigentlich sagen wollte: Nachdem sich nun langsam der ein oder andere Regentag unter die unendliche Kette der trockenen Sonnentage mischt, kehrt langsam, sehr langsam die Erinnerung zurück. Aber noch drei, vier Sommer und mir fällt dann der graue Herbst gar nicht mehr auf. Oh wie ist das schon, oh wie ist das wunderwunderschon!!!

Apropos Erinnerungen: Wir waren ja noch lange nicht fertig mit KANADA!

Wir also in Banff und damit gefühlt im Herzen der kanadischen Rocky Mountains und in einer Berglandschaft, na seht selbst:

Nach einer privaten Führung durchs Fairmont Hotel in Banff durch eine entzückende Kanadierin, die gerade dort zu arbeiten begonnen hat und die wir auf der Wanderung kennen gelernt hatten…

… trennten sich die Wege, denn die Wahlfranzosen hatten noch ein paar Wochen das Wohnmobil und wir mussten zurück, liebe spontan Besucher aus Pöcking treffen und dann noch mal auf Vancouver Island, alte  und ebenso gute Freunde aus München treffen und deshalb ab durch die südlichen Ausläufer der Rockies, vorbei an heißen Quellen, eisenhaltigen Sumpfgbieten bis zur Grenze Kanadan USA in IDAHO.

 

Dort an einem winzigen Grenzübergang wieder ein Abenteuer:

„Nehmen sie „food“ über die Grenze?“ „Äh, food – ich denke an Rohfleisch, Wurst und Pflanzensamen, was man halt nicht einführen darf und sage – äh no.“ „Was, überhaupt keine Nahrungsmittel in einem RV?“ „Äh ja, also Gemüse und so. Milch?“ „Na bitte, dann fahren sie mal rechts ran.“ Ein ältere Beamter mit Kartoffelnase (darf man die überhaupt an der Grenze bei sich führen?) fragt uns dann barsch mit Liste: „Was genau haben sie denn an Gemüse dabei.“ „Also ähm, Zucchini und vielleicht noch zwei Kartotten – darf ich mal eben kucken“ „NEIN, sie müssen doch wissen was sie dabei haben!“ „(???) Ok, also genau, klar wissen wir das. Eben die Zucchini und Karotten, vielleicht noch eine Tomate und Frühlingszwiebel. Milch auch. Sowas.“„Ich fragte nach Gemüse! Und Südfrüchte, Zitronen??“ „Nein, äh ja, aber die ist aus USA.“ Das spielt keine Rolle. Haben Sie tote oder lebendige Tiere dabei?“ „Äh, Wie bitte?“ „Ja, Bären, Hirsche, das kann man alles essen oder Haustiere?“„Nein keine Bären, aber ja also unseren Hund?“  „Ist der Hund im Käfig, nein? Dann bitte mal austeigen, ich inspiziere jetzt den Wagen.

Die Kinder saßen schweigend im Wohnmobil, wir standen etwas bedröppelt mit Hund davor und dann kam er wieder raus mit unserem losen Gemüse im Sackerl und belehrt uns, dass wir doch wirklich hätten wissen müssen, was wir genau in unserem Kühlschrank mitführen.. Ja und da gäb es auch keine Ausreden. Wir Europäer, wir hätten ja solche  großen, also riesen Probleme mit unseren offenen Grenzen, nicht war? Aber nicht hier in USA, nein, hier nicht. Und deshalb müssten wir jetzt auch die zwei kanadischen Holzscheitel schön nach Kanada zurückbringen. Ja, wir könne auch fahren oder aber gehen, aber bitte mit Reisepass, denn es würde die Grenze überschritten. Während die Kanadier Andre fröhlich zuwinkten und auf die große Holzkiste neben dem Wachhäuschen verwiesen, verdrückten wir eben noch landjägerartige Pfefferwürstchen, das der Grenzer übersehen hatte und wer weiß, vielleicht kam er ja nochmal mit einem Würstchensuchhund, sicher ist sicher. Köstlich so ein verbotenes rohgeräuchertes Würstchen an der Grenze.

Bei mir wurde auf jeden Fall auch eine Grenze überschritten. Oh, wie schön war da Kanada!!!

 

 

 

Oh, wie schön ist Kanada – I

Nach dem unwirklich smaraggrünen Diabolo Lake im North Cascade NP (siehe kurzen Beitrag letztens) gings weiter, eben durch die North Cascades, Richtung Osten und schon im Westernstädtchen Winthrop begann ich zu ahnen, was mir einige Einheimische berichtet hatten: Östlich der Berge ist es trocken und heiß, nicht annährend vergleichbar mit dem Pazifik Klima der Westküste.

Nach einer Nacht bei Oroville am Osoyoos Lake ging es über die Grenze nach Kanada und es blieb bei über 30 Grad, Sonne, karstigen Felslandschaften und so fuhren wir entlang des Okanogan River immer gen Norden, aber es hatte eher was von Kroatien, Mittelmeer… Streckenweise ließen sich Menschen in Gummireifen oder ähnlichem den Fluß entlang treiben, mit genug Bauch gehts auch ohne Matte, wie wir feststellen konnten und so schlängelten wir uns entlang diverser Seen durch diesen Obstgarten und gelobtes Weinanbaugebiet Kanadas bis Sicamous, wo wir die parallel reisenden Freunde, die wir später nochmal treffen sollten, kurz zu einem gemeinsamen Mittagstop überzeugen konnten (Ihre Streckenplanung war straffer und alles reserviert, während wir uns im wahrsten Sinne des Wortes an dem Morgen noch den Fluss parallel zum Campground runtertreiben ließen). Warfen uns dann mit und ohne Kajak und SUP ins Wasser  des Shuswap Lake und feierten in Revelstoke noch Verenas Geburtstag, indem wir auf unser obligatorisches Lagerfeuer verzichteten und dafür mal schick essen gingen.

Im Morgengrauen fuhren wir Richtung Banff NP und hofften auf eine Nacht nähe Lake Louise, mussten aber dann feststellen, dass man in August zumindest an den Hot Spots den Campground ein paar Monate im voraus reservieren sollte. Dazu der erste Regen seit Wochen und ein Mittagessen, das nur optisch ansprach.

Bella sei Dank verspürte ich bald das Bedürfnis sie aus dem Wohnmobil zu befreien – Restaurant ist ja auch in Kanada nix für Hunde – und wollte auch bei Regen zumindest einen Blick auf diesen Lake Louise werfen. Kaum am Fairmont Hotel angekommen riß es schon auf, also die ganze Reisegruppe vom Uno-Tisch mit wässriger, erkalteter Schokolade weggeholt und los gings an den See. Muss wirklich ein Hot Spot sein, denn neben uns drängten sich Menschen aus aller Welt an die Spitze des Sees um ein Fotos zu schießen. Wir wanderten dann hinauf zum Lake Agnes und pausierten mit zahlreichen anderen Europäern im Teahouse. Es war mehr so eine griabige Hütte, wo in verbeulten Blechkannen Tees serviert wurden. Ein paar Gerichte wie Gerstensuppe, Apple Crumble oder TunaSandwich rundeten die dampfig, herrliche Atmophäre ab.

Nach ein paar Kannen Tee und den oben genannten kulinarischen Highlights, nachdem Bella ihre Leine mehrfach auf Reißfestigkeit geprüft hatte (sie musste draußen warten, aber die zutraulichen Chipmunks stellten ihre Nervenstärke und ihren Jagdinstinkt auf eine harte Probe), ein Kind beim Versuch einen niedlichen Nager zu streicheln in den See gerutscht war und die anderen vier glücklich von ihren unterschiedlichen Erlebnissen mit eben diesen Tierchen berichtet hatten, gings wieder zum RV und auf die Suche nach einem Nachtlager…

Dieser Abend, entlang des alten Highway #1 Trans Canada Highway, bescherte uns dann auch den Blick auf einen echten Schwarzbären, die ja hier recht zahrleich sind, aber es ist schon was, wenn man ihn dann live vor sich hat 🙂

Zu guter letzt fanden wie bei „Two Jacks Campgrounds“ dann noch einen herrlichen Platz mitten Wald. Nahmen die Anweisung der Ranger entgegen, wirklich nichts Eßbares und auch den Hund nicht über Nacht vor dem RV zu lassen, damit Wölfe, Bären oder Kojoten nicht angelockt würden. Gute Nacht bis zur Weiterfahrt nach Banff.

 

 

Washington State – Kanada

Kaum den jetlag überwunden standen die ersten Besucher vor der Tür. 5 fröhliche Wahlfranzosen, die bei bestem Wetter hier eintrafen, genossen den „beach“ des Lake Washington, Mercer Island insgesamt, food, neighbors etc.

Knapp eine Woche später dann fuhren wir in einen lauen Sommerabend und machten auf einer Pferdefarm einen Abendessenstop, um dann bei Dunkelheit zwei letzte Plätzchen auf einem Camping Platz des North Cascade NP zu bekommen. Da auf Bärenaktivitäten auf den Campingplätzen hingewiesen wurde, musste Bella auf ihre Abendrunde verzichten. Ich will ja nicht am ersten Abend schon Bekanntschaft machen.

Am Morgen dann ein türkisblauer Fluß, Stopover beim Visitor Center, mit Bärenfilm. Bären sind ja eher scheu, aber auch immer hungrig, und wenige Meilen weiter schon das nächste Nachtlager aufgeschlagen. Um die Feuerstelle, das Wasser und den Wald so richtig gnießen zu können. So und das ist jetzt alles noch im wunderbaren State Washington, wie gesagt, sind ja die Cascades Mountains, die sich dann bis Kanada ziehen.

Postkartenpanorama: Der Blick auf den Diabolo Lake, man möchte reinspringen, aber da es Gletscherwasser ist, empfiehlt sich höchstens ein Dop.

Ich muss leider hier unterbrechen, Foto etc. werden nachgereicht, muss mich auf die Abfahrt vorbereiten zum nächsten Treff auf Vancouver Island morgen….

bis ganz bald

 

 

Back again, finally!

So das war jetzt eine wirklich lange, lange Pause. Aber es ist ja auch Sommer, a real crazy summer…

Erstmal habe ich viele, viele Verwandte, Freundinnen, Kinder, Kolleginnen und liebe Menschen wieder in die Arme schließen oder zumindest in persona sehen können. Alle alle, die ich treffen oder sprechen wollte, konnte ich leider mangels Zeit oder auf Grund von Entfernung etc. nicht sehen, sprechen, drücken, das verschieben wir dann auf nächstes Jahr. Jetzt weiß ich auch was die anderen Eltern hier auf MI mit: It´s a real short summer, this year!!“ meinten, 9 Wochen vergehen wie nichts.

Eigentlich wollten wir ja nur knapp drei Wochen in Europa bleiben und es lief erst mal alles wie geplant. Erst Eingewöhnung beim Opa, dann Mietauto und nach München: Viktualienmarkt, beste Brezn Münchens, Karotten-Orangensaft frisch… bisschen shopping und dann die ersten Freundinnen. Nachts bei Gewitter nach Possenhofen und die urige Ferienwohnung in Beschlag genommen. Freitag morgen allein im Starnberger See schwimmen, während alle bayrischen Kinder brav in der Schule sitzen und dann dies und das.(Also wir kommen ganz, ganz sicher früher oder später hierher zurück!!!) Ab Freitag mittag dann: Treffen, Treffen, Treffen: liebe Kolleginnen, beste Freunde der Kinder plus Eltern, Grillen, Fußball EM, Grillen, Knödel, Freunde, Brunch, Freunde, Grillen, Schulfreundinnen, Bekannte und Freunde, die Oma kommt an, schwimmen, Schulbesuch, Baden, Freunde, Grillen im eigenen Haus, wieder mal baden, Lehrerin von Sophie zum Mittagessen treffen, schwimmen, gepflegtes Abendessen bei Freunden in Tutzing, Andre fliegt los… Oma zum Zug, München, Autobahn Salzburg, Stau, Strobl, Heimat Tante, Onkel, Cousins, grad schee is. Schwimmen im Wolfgangsee, Traumwetter, nochmal Irma, wieder baden und dann:

Das Kind ist so still und er ißt auch so wenig. Na gut, war alles viel die letzen Tage. Bisschen Bauchweh. Vielleicht brütet er was aus? Schwimmen klappt aber dann wieder gut und springen, so schlimm kann es ja nicht sein. So morgen gehts wieder zu Opa und Oma, dann Auto weg und zwei Tage später Flug nach Seatac, nicht wahr? Nein doch ganz anders: 4 Uhr morgens: Mama, Mama ich hab soooooo Bauchweh.Wo denn, hier rechts? AUUUUUU!!!!

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In diesem Moment um 4.03 Uhr wusste ich, das ist der Blinddarm, wir müssen jetzt in KH und wir werden am Do nicht fliegen.

 

Lange Rede kurzer Sinn, so war’s dann auch. Die Salzburger Kinderchirurgie ist wärmstens zu empfehlen, die Schwestern entzückend :“Mogst no a boa Soletti, Walendin?“ und durch familiäre Kontakte waren wir bestens versorgt, wurden besucht und es war fast wie Urlaub.

Derweil warteten in Seattle zwei auf uns, die sich dann eine weitere Woche um die Ohren schlagen mussten. Aber was soll`s, einer musste arbeiten, die andere „is just a dog“

Wir machten dann das Beste draus und während Nizza, Ankara und München bebten, haben wir den Kopf in den Sand des Leitgeringer See gesteckt und SUP ausprobiert und Tretbootfahren und mit fast verheilten Narben mal wieder schwimmen.

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Nach Hause zu kommen, war dann wie nach Hause zu kommen. Herrlich, so schön. Das Englisch ist schon wieder rosty, aber sonst, alles vertraut. Nach kurzer Atempause startete dann der Besuchsmarathon und nach einer Woche MI ging’s auf nach Kanada…

Davon – versprochen – morgen mehr! Juli

 

 

Heat in Arizona, Seattle Freeze, Brexit

Bevor ich morgen ins Flugzeug steige (wos soi sein, de ham 4 Gummirutschn), muss noch was raus: Was für eine Woche! Was ist da los??? Brexit?!?!! Wie so oft in diesem Jahr in USA saßen wir wiedereinmal fassungslos vor der ZDF App und haben mit 9 Stunden Verspätung diesem unglaublichen Schritt der Briten hilflos zugesehen. Ich seh das schon kommen, da wird hier auch der Trump gewählt, das passt in die allgemeine Weltstimmung.

Hier gingen ganz easy die letzten vier Schultage vorüber und wir können gar nicht glauben, dass die Kinder ein ganzes Schuljahr absolviert haben sollen. Valentin auf der class party mit rootbeer&ice (brrr… das muss man nicht )

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Sophie ist noch mal eben bei einem „little sleepover“, also mit Kino, Pizzaessen, Eis – a lot of fun und morgen dann direkt zum Flughafen.

Davor, letzte Woche, hatte ich nochmal die Gelegenheit einem mehr so „recreational business event“ beizuwohnen, der in Arizona stattfand. Arizona, die Wahlheimat vieler „Snowbirds“ – also weißhaarigen Nordnordamerikanern und Kanadiern, die hier den Winter verbringen. Wir waren ja im Juni dort und das ist ja NICHT Winter. Abgesehen von den klimatisierten Räumen ist es dort wie durch einen auf HOT eingestellten Fön zu laufen, kennste das Gefühl, kennste? Das Programm beinhaltete auch die Möglichkeit „Horsebackriding“ zu machen und warum nicht. Als Cowgirl durch die Wüste, vorbei an jahrhundertealten Kakteen, wunderbar. Jedoch nach einer Stunde freut man sich auf den klimatisierten Bus. Aber Pustekuchen: Danach war noch Tomahak-Werfen, Lasso-Schwingen, Pistolen abfeuern und Bogen schießen Pflicht und das BEI 40 GRAD im Schatten!!!

5 Flaschen WasserIMAG1009 und 2 Colas später dann endlich im Bus. So, alle hungrig – wohin? „In-and-out Burger“ – ein Must im Südwesten. O.K. und positiv überrascht, kleine Auswahl, also Burger oder Cheeseburger, variabel eigentlich nur die Anzahl der Paddies…

 

Danach regungsloses Abkühlen im Pool und weiterhin Vermeidung längerer Aufenthalte in der Sonne.

Dennoch wiedereinmal diese großartigen, unterschiedlichen Landschaften, die Weite und die Freundlichkeit dieser United Nation. Das Essen ist wegen der Nähe zu Südamerika recht mexikanisch angehaucht – Margueritas überall, gerne auch mit Prickly Pear, einer Kaktusfrucht, die einen quietschrosa Saft hat. Sehr lecker, wird auch gerne mit Salzrand am Glas genommen. Und man spürt die auch gleich stärker, wenn man bei 30 Grad um 23 Uhr dann vergißt zu zählen, weils grad so zünftig ist mit den englischen Kollegen, Europäer eben, denkste, nicht mehr. Auf nichts kann man sich verlassen.

Und da sind wir auch schon beim letzten „Thema der Woche“ dem Seattle Freeze. Ich zitiere aus Wikipedia:

The Seattle Freeze refers to a belief that it is especially difficult to make new friends (particularly for immigrants from other cities) in the city of Seattle, Washington. According to KUOW radio, a 2005 Seattle Times article was the oldest reference to the term found.[1][2]

Newcomers to the area have described Seattleites as being standoffish, cold, distant, and not trusting.[3] While in settings such as bars and parties, people from Seattle tend to mainly interact with their particular clique.[4] One author described the aversion to strangers as: „people are very polite but not particularly friendly.“[5] In 2008 a peer-reviewed study published in Perspectives on Psychological Science found that among all states, Washington residents ranked 48th in the personality trait extroverted.[6] Some residents dispute the existence of the Seattle Freeze.[7][8] The rapid growth of Amazon[9] and its accompanying influx of largely young, male technology workers may be making the problem worse.[10]

It has been speculated that the origin of the phenomenon stems from the reserved personalities of the city’s early Nordic[11] and Japanese immigrants.[12] Other reasons might include the emotional effects of the climate or the region’s history of independent-minded pioneers.[12][13][14]

Ich habe von allem dem zunächst überhaupt nichts mitbekommen, weil ja alle immer so warm and welcoming waren. Wenn man länger hier ist und langsam, langsam so die Zwischentöne mitbekommt, dann ist das hin und wieder spürbar. Man lernt also jemanden kennen, alles super, du wirst sofort und penetrant mit deinem Vornamen angesprochen, während du noch grübelst ob das jetzt Lesly oder Casy oder Christy war und das nächste Mal ist Lesly, Casy oder Christy dann auf einmal recht kühl und hat keine Zeit für ein Schwätzchen… Vielleicht weil ich mir den Namen nicht gemerkt habe? Nein, das ist eben Seattle Freeze. Das gute ist ja, dass hier so viele Zugezogene sind, dass man gar nicht so sehr auf die Pioneernachfahren fokusieren muss. Die Iraner, Libanesen, Isralis, Argentinier und Türken sind mir dann auf einmal recht nah, lustig oder?

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Ganz nah bin ich vor allem Euch und zwar nicht nur in Gedanken, nein ab Sonntag auch ganz physisch…. Bis denni

 

Endspurt – Deutschstunden

Ich werde nicht schreibfaul, ich kann mich nur nicht entscheiden, über was ich schreiben soll UND vor allem immer wenn ich schreibe, denke ich an Euch und wenn ich an Euch denke, dann wir mir die Tage doch irgendwie schwer ums Herz, weil ich immer noch und immer wieder Deutsche und andere Europäer treffe, die hier hängengeblieben sind. Wie lange werden wir bleiben? Seufz.

In gut zwei Wochen sind wir schon in Deutschland, unfassbar. Dabei bin ich doch eben noch in FRA ins Flugzeug gestiegen. Kaiserschmarrn wir kommen – Franzl, Sissi ich freu mich schon so, Knödl gibts (Irma!!)

So jetzt genug der Sentimentalitäten, statt dessen Neuigkeiten: Ich also jetzt Deutschlehrerin. So nett. Meine drei (ja, ist ein kleiner Kurs) Schülerinnen wollen tatsächlich Deutsch lernen. Full immersion, sprich ich nur Deutsch – sie nur Deutsch, soweit eben irgendmöglich. Aber erstmal: Warum Deutsch? (spricht doch kaum jemand hier, oder?) Die schönste Antwort: „I fell in love with the country“ – ja das geht doch runter wie Öl, oder? Lehrer stellt euch vor, die Schüler sagen: Ich bin eben verliebt in Mathe, in Frankreich, in die Geschichte. So eine Einstellung und das war ernst gemeint! Da können wir noch was lernen. Die andere hat einen Freund, dessen Vater Deutscher und die Mutter Mexikanerin ist, weshalb er dreisprachig aufgewachsen ist und sie will die deutschen Verwandten verstehen. Auch schön, damit sind wir schon beim ersten „ö“. Wir haben ja relativ wenige Umlaute öäü aber ich habe festgestellt, die hören den Unterschied zwischen schon und schön gar nicht. Weil das Ohr, sprich Gehirn, diesen Laut nie gehört hat, erkennt es ihn quasi nicht. Sie bemühen sich sehr, aber es ist hart. Und alle „ichs“ und „achs“ sind auch recht schwierig, ebenso das „r“, klar. Kleine Episode: Themen und Vokabeln sind ja im Curriculum festgelegt und eine Stunde war „Aktivitäten am Wochenende“ und da kam die Phrase… Am Wochenende möchte ich … in den Park, auf den Markt, in die Bibliothek, in den Nachtclub gehen. Die Mädels übten dann fleißig: „Ick mockte in den Nacktclub gean.“ Oh nein, da müssen wir rasch einmal nackt rausnehmen. Wir haben uns auf Club geeinigt, ist sowieso gängiger und sonst wäre die deutsche Verwandtschaft vielleicht nur teilweise begeistert. „Guad, gema hoid in an Nacktclub, wennsd moinst.“ Am lustigsten fanden sie wiederum die Zahl 55. die fü-zi Kombi, fanden sie sehr erstaunlich…

Mir fällt dabei auch auf, das wir ganz schön lange Wörter haben und eben auch gerne Nomen zusammensetzen und das eigentliche ständig: Wochenende, Kaffeetasse, Computerbildschirm, Gebrauchsanweisung. Und wie nüchtern wir sprechen: Hochzeitsreise – hier honeymoon.

Aber da haben sich schon mehr Leute drüber lustig gemacht… In diesem Sinn – lasst Euch ÜBERRASCHEN:

https://www.youtube.com/watch?v=41lZmGcRWHU

 

 

Olympic Peninsula

Die bayerischen Pfingsferien (Pfingsten ist hier unbekannt: „You know the holy ghost came to the follower of Jesus…“ Hä?) sind zu Ende – und unser lieber Besuch wieder zurück in Bayern, seufz.

Wir hatten eine wunderbare Zeit und wie es so ist, mit Besuch wird mal wieder explored. Diesmal die erstaunlich Olympic Peninsula. Also es ist ja so, dass viele Menschen – auch ich bis vor kurzem – denken: Amerika ist soundso und Wildnis, Bären, Schwemmholz, Berge das gibts in den Weiten Kanadas. Und einige Freunde haben schon voller Überzeugung gesagt: Also wir besuchen euch gerne, weil wir sowieso immer schon mal nach Kanada wollten und das ist nahe dran an Seattle, das können wir dann verbinden. Leute das ist absolut überflüssig, denn die Landschaften gehen ja ineinander über, wir sind so nahe dran und es auch hier schon total kanadisch! Natürlich wenn man nach British Columbia, Vancouer etc. denkt. Ich möchte nicht sagen, vergesst Kanada, aber die Schönheiten des Staates Washington kann man monatelangs erkunden und dann gibts ja noch Oregon und Idaho…

Also auf zum National Parl: Wir mit zwei RVs, da es unterkünftemäßig eher mau dort ist bzw. die guten Sachen ein Jahr im vorraus ausgebucht sind und ziemlich kostspielig. (Kleiner Tipp von Deutschland aus, auch als in USA lebender Deutscher, ist das Mieten eines RV ca. 2/3 günstiger!!!) So also rauf auf die Fähre nach Bainbridge Island, das mit einer Brücke mit der Olympic Peninsula verbunden ist und schon ist man in einer anderen Welt. IMAG0230IMAG0224

In Port Angeles wollten wir nach Whale Watching fragen, jedoch wochentags in der Vorsaison wird nur einmal whales gewatched und das war schon vorbei. Da die jüngeren Mitfahrer sowieso keine Lust hatten gings auf zum ersten campground: Crescent beach: Was ein Glücktreffer!

An einer kleinen Nebenstraße ein paar Stellplatze, gegenüber das Meer und Blick auf Vancouver Island und die Strait of Juan de Fuca, sozusagen die Einfahrt nach Vancouver und Seattle, Fischkutter, Containerschiffe und Segler entlangschippern… Nach einem Nacht neben Meeresrauschen bei Ebbe auf die Klippen und Anemonen, Muschelbänke und Krabben bewundert, dann weiter vorbei am Lake Crescent mit seiner für amerikanische Verhältnisse uralten Lodge, die jeder Seattler zum Übernachten oder zumindest für ein Lunch empfiehlt. Nett, aber für Europäer wirkt sie bisschen K&K verstaubt und erinnert bisschen an ein Seniorenstift. Aber psst…. nicht meinen Nachbarn sagen, die sind da total begeistert.

Nach dem Lunch, mit Crabcake oder Elkburger (ist Hirsch, nicht Elch, den der heißt moose) gings dann weiter zum nächsten Stop und weil uns das Meer so gut gefallen hat, wurde der Regenwald zum Tagesausflug umgeplant und la Push zum Quartier für die nächsten beiden Nächte… Wir hatten schon vom Schwemmholz und der wilden Küste gehört und Reportagen gesehen (NDR online) aber la Push bzw. der Campingplatz des Quileute-Stamm hat alle Erwartungen weit übertroffen. Gerade noch zwei Plätze ergattert und Atmo eingesaugt – zwischen Surfern und freilaufenden Hunden (Paradies und einzigartig für Bella) am wilden Pazifik – da fühlt man sich frei und jung und wild. Es gibt dort auch ältere und neuere Häuschen, die man mieten kann und hier könnte ich vmtl. auch die 9 Wochen Sommerferien mit den Kindern verbringen und euch allen…. Morgens Strandspaziergang, evtl statt zum Beach one mal zum Beach two oder three, aufs Meer schauen, Strandspaziergang, noch bisschen aufs Meer schauen und dann Lagerfeuer am Strand. Ab und zu in den Regenwald und dann wieder Strand und Meer und Lagerfeuer…

 

Der eher seltene kalte Regenwald – wir waren im Hoh Rainforest – machte seinem Namen alle Ehre, es nieselte leicht vor sich hin. Dank der lauten Kinderschar war von Bären, Cougars oder anderen Wildtieren wenig zu sehen. Ein Rehlein und die berühmte Bananenschnecke waren wohl nicht schnell genug 🙂

Dann ein letztes Lagerfeuer mit der klassischen Nachspeise: Ein gegrillter Marshmallow mit geschmolzener Schokolade auf einem bestimmten Honigcracker.

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Irgendwie schon a bissl süß und üppig, aber man passt sich ja an. Probierts mal aus, am Isarstrand oder wo man sonst am im schönen Europa ein Feuerchen machen darf. Apropos, nach einem kurzen Schwatz mit einem Mexikaner, der nach meinem Herkunftsland fragte (ich hab wohl noch einen leichten Akzent) und  nach meiner Antwort ausrief: „Germany, that must be the most beautiful country in whole europe!!!“ Ja freili, in diesem Sinne – bis demnächst aus dem zweitschönsten Land!

 

New York II, Work-Permit und was jetzt?

Also sorry, das Wetter war so herrlich warm, wir hatten fast 10 Tage Sonnenschein und meist über 25 Grad, zwei Tage 28 Grad, hier würde man sagen so um die 84 Grad Fahrenheit! Da mussten wir den Vorgeschmack auf den Sommer genießen. Die Kinder waren gar nicht mehr zu sehen, entweder in der Schule oder aber in der Nachbarschaft. Da ist wirklich so eine sog. „Blosn“ zusammengetroffen, kaum ist einer draußen, schon stoßen mindestens 3 von Gegenüber dazu und sind happy. Das ist ziemlich überraschend, denn ich dachte amerikanische Kinder werden von früh bis spät mit Sportprogramm oder Nintendo bespaßt, weit gefehlt oder eben Glück gehabt. Da war das Heimweh plötzlich 10 Tage kein Thema mehr.

Dann wurde ein deutsch-amerikanisches Baby geboren, also nicht von mir, sondern von der deutschen Freundin. Ich durfte nur bei Sonnenaufgang hinbrausen und die 4 größeren betreuen, weil die Kleine nicht auf die Oma warten wollte, die 5 Stunden später schon gelandet ist.

Also wie immer viel los und da war doch noch was. Ah, New York. Nach zwei Tagen Programm sind zwei normale, das Landleben gewöhnte Kinder, ja bereits voll mit Impressionen, dass so ein Waldspaziergang recht wär. Und deshalb auf zum Central Park. Auf dem Weg (zu Fuß, jaha) sind wir dann noch am Rockefeller Center vorbeigekommen und weil das Wetter immer sonniger wurde, rauf mit uns, eh klar.

Dann Pause und Picknick im Central Park. Und dann gleich weiter zum nächsten Park, dem „Highline Park“, also eine alte S-Bahnschiene als Park umfunktioniert, nahe Meatpacker-District. Ich hätte mich hier durchaus länger auch in den Backsteinhäusern, jetzt mit kleinen Geschäfterln, früher Fabriken und Metzgereien, aufhalten können, aber die Erschöpfung einiger Familienmitglieder wurde zusehends größer. Dann also nochmal Italiener und letzte Nacht.

Ein wenig Shopping, ein Snack wieder in einem anderen Park und dann nach Hause – Seattle…

Ja und jetzt muss ich euch noch berichten von meiner work permit und was ich damit jetzt überhaupt mache:

Erstmal die workpermit ist die Voraussetzung für ALLES. Fragt mich nicht wer die für mich beantragt hat, irgendein Anwaltsbüro, das eben die Spouse (Ehepartner) Angelegenheiten betreut. So, darauf habe ich ca. 4 Monate gewartet. Und vorher eben auf ein Angebot, für eine Relocation Firma einer Person Deutschunterricht zu geben, verzichten müssen. Irgendwann war sie da. sieht aus wie der neue dt. Führerschein. Danach konnte ich mich mit dieser work permit im Büro für Social Security anstellen. Um dann neben meinen Daten auch die Namen meiner Eltern anzugeben und gefragt zu werden, ob ich schon mal eine SSN beantragt hätte uws. Nach diesem Interview hieß es dann nochmal 10 Tage warten. Dann wurde mir die SSN zugeschickt. Jetzt durfte ich mit der SSN in das Büro für Drivers License fahren. Dort musst ich auch wieder eine Nummer ziehen und warten und schließlich konnte ich nach einer Stunde mit einem vorläufigen Führerschein losziehen und wieder 10 Tage später kam er dann im Original per Post. Jupi – Jetzt kann ich mich ausweisen, zahle weniger Autoversicherung, kann in der Schule meiner Kinder volunteeren und alles arbeiten!!! Der Drivers License ist hier mehr wert, als ein Ausweis bzw. es gibt keinen Ausweis, sondern nur einen Reisepass oder eben den Drivers License.

Obwohl ich nach wie vor gar keine Zeit zum Arbeiten habe, habe ich mich doch auf ein Anfrage für Deutschunterricht gemeldet. Und was soll ich sagen: Heute gehts los! Die Sponge School ist eine Sprachenschule, die in ein paar Grundschulen diverse Sprachen nach oder vor der Schule anbietet: Französisch, Spanisch, Mandarin, was man eben so braucht in Seattle und da die neue Eigentümerin aus Deutschland stammt, gibts es seit kurzem auch Deutschkurse. Es gibt schon zwei Kleinkindergruppen und jetzt „Pilotprojekt“ Deutsch für Erwachsenen. Methode ist nämlich nicht klassischer Sprachunterricht mit Buch und Grammatik etc. sondern „full immersion“ hört sich dramatischer an als es ist, bedeutet: Ich soll im Unterricht wirklich nur Deutsch sprechen. Gut, das müsste von meiner Seiten klappen ;-). Bei Kindern funktioniert das wohl ganz gut, spannend, ob Erwachsenen auch was mitnehmen können. Die Inhalte und Wörter für jede Stunde sind schon vorbereitet, meine Aufgabe ist neben der Vermittlung dieser, pro Einheit auch 20 was „Kulturelles“ vorzubereiten und zu besprechen. Ja und das liebe ich ja, diese kleinen, mittleren und großen Unterschiede zu entdecken und darüber zu reden.

Morgen werde ich die Schüler erstmal schonend darauf vorbereiten, dass man in Deutschland nicht von JEDEM und bei JEDER GELEGENHEIT gefragt wird, wie es einem geht und man will, falls man das tatsächlich gefragt wird, darauf auch eine Antwort haben und die muss nicht „fantastic“, „great“ und „wonderful“ sein. Stellt euch für einen Moment vor (ich muss zugeben, ich hab mich ja schon daran gewöhnt) ihr werdet an der Supermarktkasse (an jeder!) von der Kassiererin angesprochen. Typischer Dialog – vielleicht habe ich das alles schon mal erzählt, aber es ist, wenn ich es mir recht überlege, doch eine RIESENunterschied:

„Hi, how are you today?“ „Fine, thanks“ (man steht ja tatenlos vor der Kassierin, weil der Wagen ja von ihr ausgeräumt wird, die Ware durch den Scanner gezogen und dann von ihr oder einer weiteren Servicekraft eingepackt) „I like your scarf, beautiful color! Did you find everthing alright? Do you need a extra bag for the meat? Enjoy the sun today, it`s so nice to be outside“ usw. Dann (das beste – ich musste das erstmal fast loslachen) „Can I help you to your car? Okay, have a good one!“

So und das ganze auf Deutsch/Bairisch – also an der Penny/Edeka/Billa/Aldi/Kasse: „Wie gehts Ihnen denn heut? Also si ham so an scheenan Schal, I mog de Fabn. Hams heut alles gfunden, was brauchen? Soll ich den Fleisch separat nomoi einpacken? Mei jetzt ist des Wetter so schön, genießens de Sonne noch. Derf ich Ihnen zum Wagen helfen mit die schweren Taschen?  An scheena Dog no!

Ich bin ja so gespannt auf meinen Aufenthalt in Bayern in 2 Monaten! Wie werden sich diese verklärten Unterschiede real anfühlen, verstehe ich Euch noch – versteht ihr mich noch, verstehen wir uns noch???

 

New York – with Kids

Springbrake: Wieder eine gute Gelegenheit die Gegend zu erkunden oder eben einen Teil der USA zu bereisen. Wegen Arbeitstermin, konnten wir dann recht spontan nach NY!! Diesmal mit den Kindern und 5 Tage lang.

Die Kinder konnten wir ganz problemlos am Freitag von der Schule abmelden. Vielleicht habe ich das schon erwähnt, aber man kann hier einfach einen Zettel ausfüllen, wird darauf hingewiesen, dass der Stoff nicht fürs Kind extra nochmal wiederholt wird und das wars. Tag bzw. Zeitraum angeben, fertig. Meine Nachbarn meinten: „Ja wir würden unsere Kinder nie einfach so zu Hause lassen, also die bleiben wirklich nur zu Hause, wenn sie krank sind oder eben für einen Familienurlaub. So wie diesen Sommer, denn Juni ist in Italien noch Vorsaison…“Gut und da wir ja auch nur einen Tag für unseren Familienurlaub vom der Schule abzwicken mussten, war das wirklich easy.

Am Flughafen haben wir dann zwei Familien aus der Nachbarschaft getroffen, wohl gemerkt Freitag morgen. Wir sind ja nur nach New York geflogen, die anderen nach Barcelona bzw. Israel – für eine Woche!!!

Wir also bei 25 Grad – yes Frühling ist da – los, um dann am Samstag bei Regen aufzuwachen – es hat sogar, wie es bei uns heißt: schneebazt. Aber umso besser, gleich mal ins National Museum of Natural History… Dinosaurier, die Erdgeschichte, das Sonnensystem, Säugetiere erkunden – gut wir hatten jetzt nicht vor vier Tage indoor zu verbringen, aber für 5 Stunden war es wirklich toll:

Dann – ein highlight jagt das andere: The Lion King! Eher zufällig ausgewählt habe ich von amerikanischen Bekannten, angefangen vom Kinderarzt bis zu Lehrerin, dann gehört: „Oh I have to cry, when I only think about, it is just amazing!“ oder „It was the first Musical my Kids saw in New York!“ oder „My daughter would die, to see the Lion King“

Na, na denkt man da als nüchterner Musical-Besucher, aber dann: It was amazing, it was the best, I really had to cry – I can highly recommend!!!! Fotos durfte man keine machen, aber die Musik, die Kostüme, die Tänzer, das Licht: Wonderful.

Am nächsten Tag The Statue Liberty and Ellis Island – für Einwanderer (wenn auch nur vorübergehend) ein must see… Die Liberty ein Geschenk der Franzosen an die USA, weil sie mit dem Napoleon nicht so wirklich glücklich waren – Symbol von Freiheit und Demokratie!

Und dann Ellis Island mit einem beeindruckenden Film über die Einwanderungsströme aus Europa, irgendwie recht ähnliche Forderungen der US-Bürger damals bezüglich „Obergrenze“. Ja das ist schon erstaunlich, es gibt eben doch nur eine Welt und keine 1.,2. oder 3., da müssen wir  – zufällig im friedlichen Kontinent Geborenen uns abfinden, es kann sich auch ändern und im Jahr 3037 wollen dann alle nach Afrika einwandern.

 

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Interessant auch die Poster in Europa von damals…

Es war ein herrlich sonniger, aber recht frischer (7 Grad) Tag, den wir beim Italiener ums Eck ausklingen ließen. Habe ich eigentlich erwähnt, dass ich durch geduldiges Abwarten, Anstellen und Nummer ziehen und wieder abwarten eine „workpermit“ – eine „social-security-number“ und einen amerikanischen „drivers licence“ habe…

Dazu und New York Teil II demnächst! Cheers!

Happy Easter – Egg Hunt

Natürlich kann ich mich bei unserem ersten Osterfest nicht zurückhalten, Euch zu berichten. Wie letztes Mal schon gezeigt, gibts viele, sehr süße, Osterartikel, die so bunt sind, dass man teilweise hadert, ob man sie lieber als Deko aufstellt als ins Körbchen legt.

Die Oma hat dann doch die guten Lindhasen endeckt und vorsorglich dagelassen – denn der Osterhase hat dann fast nur die lokalen sweets versteckt. (Peanutbutter-Eggs, Zuckerschaumeier, Marshmellow-Hühnchen, Jelly-bean-eggs…)

Ok, wir haben ein paar Eier gefärbt, ein paar Häschen gebacken und die umgzogenen Ostereier aufgehängt. Man wird traditionsbewusster, wenn man weiter weg davon wohnt, oder?IMAG4533

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Abgesehen von den Süßigkeiten und Dekoartikeln könnte man Ostern prinzipiell auch übersehen. Außer einem kleinen Vermerk im Kalender „Good Friday“ ist von der gesamten Karwoche nicht zu bemerken, die Kinder gehen in die Schule, also auch keine Ferien. Am Ostermontag geht der Alltag wieder weiter- alle Amerikaner, denen ich das Prinzip Ostermontag zu erklären versuchte, haben mich erstaunt angesehen. Nach dem Motto Ostern ja, am Sonntag, das wars. In den diversen Parks, Clubs und Community Centers wird jedoch mit „Egg-Hunts“ geworben. Und dann haben wir das natürlich auch probiert. Im Beach-Club gabs am Samstag bei strahlendem Sonnenschein um 10.00 Uhr (sharp) sozusagen den Anpfiff. IMAG4520IMAG4519

Das Gelände in drei Zonen eingeteilt: 3-4 Jährige, 5-7 Jährigen und 8-10 Jährige und los gings. Jetzt weiß ich auch warum Egg-HUNT und nicht Egg-Search: Die Eier liegen alle ziemlich sichtbar herum und alle Kinder stürmen los und sammeln ein was geht. Schnell noch von den Freunden informiert, dass man vor allem Ausschau nach dem „golden Egg“ halten soll, denn wenn man das findet gibts noch extra Preise. Nach dem Egg Hunt leert man die 20-30 Plastik Eier, um an die Süßigkeiten ran zu kommen und gibt die „Eierschalen“ wieder ab. Das wird schon seit 100 Jahren auf MI so gemacht, aha.

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Abends (20.30) haben wir dann – um eine wiederholte Monatsration Zucker zu vermeiden – auf den Flash-Light-Egg-Hunt im Gemeindepark verzichtet.

Das Wetter den ganzen Tag traumhaft, heute dagegen am Ostersonntag kalt und sehr, sehr regnerisch (ganz was Neues). Bella hat mich bei unserem Rundgang mehrfach angesehen, ob ich das wirklich durchziehe, bei Hagel und Wolkenbruch mit ihr rumzulaufen und hat dann versucht sich unter meinem Regelmantel zu stellen, hat auch nicht geklappt.

Happy Easter und genießt Euren Ostermontag!!!