Thanksgiving – Hohoho – Skiopening

Thanksgiving ist ja eigentlich eine nette Idee – wir sind mal für alles dankbar was wir so haben. Meiner Wahrnehmung nach ist es ein wichtigeres Familienfest als Weihnachten. Vielleicht weil es keinen religiösen Hintergrund hat und jeder Mensch Thanksgiving feiern kann. Es ist ein wirklich großes Treffen von Verwandten und Freunden und auch als Zugereister wird man eindringlich gefragt, ob man Pläne hat oder hoffentlich irgendwo eingeladen ist… Wir wollten ganz anpassungsbereit IMAG2335

wie wir sind, ein klassisches Thanksgiving feiern. Alle haben frei und so kam der Turkey erst in eine Marinade und dann stundenlang in den Ofen.

IMAG2348Dazu gabs ganz wunderbare sidedishes wie mashed potatos, cranberry sauce und brussel sprouts mit buttersquash usw.

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Natürlich wurde das Ganze vorher sowohl in meiner Conversationlesson als auch für die ELL Kinder (die also erst die amerikanische Kultur kennen lernen) ausführlich erklärt und in der Elementery-Schule konnte ich als Helferlein mit dabei sein, als die ELL-Lehrerinnen extra für alle Kinder die klassischen Thanksgiving Speisen gekocht haben – super nett.

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Ich komme mir ja auch so bisschen wie ein übergeschipperter Pilgrim vor, der die ersten Monate hier überlebt hat – natürlich nur im übertragenen Sinn. Wie wir gelernt haben, sind die englischen „Separatisten“ im Herbst 1620 in Plymouth angekommen und wenn die Indiander- also die Native Americans wie man hier politisch korrekt sagt – ihnen nicht gezeigt hätten wie man den Boden düngt und was hier alles so wächst, hätten noch viel mehr das erste Jahr nicht überlebt. So haben sie dann 1621 nach ihrem ersten Jahr und ihrer ersten erfolgreichen Ernte drei Tage zusammen mit den Native Americans ein riesiges Erntefest veranstaltet, wo es allerdings weder Turkey noch Pumpkin-Pie gab, sondern 5 Hirsche von den Indianern und was sie alles so zu bieten hatten. Der Feiertag und die klassischen Speisen kamen dann erst später. Jetzt wird immer am dritten Donnerstag im November gefeiert. Und dann hohoho folgt an diesem Wochenende ein für Amerikaner vielleicht smoother – für mich ein etwas plötzlicher  – Übergang ins Christmasfeeling . Plötzlich blinken, glitzern und leuchten die Häuser in wirklich allen Farben. Das „Lichterhaus“ in Pöcking kann grad so mithalten. (Bei Gelegenheit mache ich Fotos in der Nachbarschaft, es ist unglaublich was hier unter Weihnachsdeko fällt) In jedem Laden werden Weihnachtslieder rauf und runtergespielt. Und die Kürbisse sind quasi über Nacht verschwunden. Irgendwie so multitasking. Denn gleichzeitig ist am Freitag nach Thanksgiving der sogenannte „black friday“ an dem, aus welchen Gründen auch immer, in den großen Läden alles für einen Tag total reduziert ist und alle unbedingt einkaufen müssen. Dann am Montag (cyber monday) kann man noch Technik-Schnäppchen machen. Und eben überall Christmas – und hohoho – Weihnachtsmänner, puh. Die meisten Mitbüger haben sogar jetzt bereits einen Weihnachtsbaum – und ja manche auch schon – geschmückt im Zimmer stehen…(Der nadelt dann eventuell, oder vielleicht sind die aus Kunststoff?) Wir warten noch ein wenig mit dem „U cut“ – wir wollen ihn ja ganz frisch – aber vermutlich werden wir ein paar Tage früher als gewohnt schmücken…. nicht zu glauben.

Bei uns in der Heimat ist doch grad total die „stade Zeit“ oder verklär ich da was??? Es wird doch scho glei dumpa und kimmt da Nikolo bring a paar Äpfe und dann wart ma no schee aufs Christkindl. Mehr nicht. Einige Menschen, die noch nach meiner Heimat (wegen des Akzents, welcher Akzent? Meist wird übrigens Frankreich vermutet…) fragen, sagen dann, vor allem wenn sie selbst vor einigen Jahrzehnten eingewandert sind: Ja, Weihnachten ist am schlimmsten, da will man doch bei seiner Familie sein, nicht wahr? Danke für diesen Hinweis, hatte ich grade mal nicht dran gedacht.

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Wir sind dann schließlich spontan geflohen – Hey Skiopening!!! Nach nur 3 Std. Fahrt im Mount Baker Skigebiet angekommen – strahlender Sonnenschein, eine Logde, wenig los und ab in den Lift – juppih.

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Aber oh – äh – Moment unser Vieresessel hat ja gar keinen Schließbügel und die Ski kann man auch nirgends… Ja, da staunt die sicherheitsbewusste Mutti. Man sitzt einfach so in diesem Sessellift und schwebt (ruckelt) über Abgründe und Schluchten und mit einem kleinem Hopser – ade du schöne Welt. Aber man passt sich wieder mal an und als der 7. Lift dann doch mal einen Bügel hat, wissen wir schon gar nicht mehr wozu.

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Soweit aus dem „land of freedom“ –  yours Julie

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bellas Blog

Ja hallo Leute – es ist ja so, dass auch ich hier neu in den USA bin und Einiges auf mich nehme, aber natürlich gibts auch für mich ein paar Vorteile, ich update Euch mal ein wenig  – Eure Bella.

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Hier warte ich leicht vorwurfsvoll auf „Frauli“, die mal wieder ewig im Masterbed- bzw. Bathroom verschwunden ist. Aus irgendwelchen Gründen, die nur diese Zweibeiner verstehen, hab ich da keinen Zutritt. Dabei liegen dort so kuschelige bodengewärmte Hundeteppiche, weiß der Mops für wen die da liegen.

Was ist neu: Erstmal werde ich ständig angeleint, obwohl ich sowieso meistens in der Nähe bleibe und die paar Besuche bei den Kumpels nebenan, zählen ja wohl nicht, ich kann doch die Jungs nicht ignorieren. Zumal muss ich denen zeigen, dass ich schneller, fitter und jünger bin. Also wenn die Ball spielen, bin ich dabei…Außerdem und das ist ziemlich super, gibts hier eine RiesenerkundungsIMAG2157fläche – keine Ahnung warum ich die Nachbarnhäuser die auf meiner Expeditionsroute sind nicht besuchen soll. Immer diese Pfeiferei, aber gut, dann komme ich eben zurück. Ansonsten erstmal die olle Leine dran, dann auch noch „Langsam“ „Bei mir“ und all diesen Quatsch. Hey, diese rotzfrechen Squirrels und vor allem die fette Nachbarskatze lachen über mich. Die Katze stolziert zwischen MEINEN Büschen herum und diese Hörnchen holen sich Kastanien von MEINER Terrasse und kichern dann in den Parks vor meiner Nase herum – ICH MUSS SIE KRIEGEN. IMAG2160

Sorry, wenn da mal ein Zweibeiner auf die Nase fliegt – eines Tages erwische ich sie und dann grrr.

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Überall müssen wir mit dem Auto hinfahren, aber  vernünftigerweise gibts mehrere Plätze im Auto, die für mich gestaltet wurden… Herrchen behauptet ich müffele, aber er hat keine Ahnung. Dafür haben die dann hier extra Hundetreffs eingerichtet, wo ich nach Herzenslust rennen, Bälle aus dem Wasser holen, mich bewundern lassen und überhaupt austoben kann. Leider kommt „Frauli“ da ins Gespräch mit anderen Zweibeinern und die haben ihr dann so eine schreckliche Sache empfohlen, die „gentle leader“ heißt, was sehr, sehr euphemistisch ist… Wie bei einem Pferd wird um mein empfindliches Schnäuzchen ein Band gelegt und wenn ich einen Squirrel oder so was Wichtiges entdecke und wieder mal keiner das Tempo halten kann, hält mich dIMAG2164ieses Mistding an der Schnauze fest!!! Ich hab gar keine Lust mehr zu ziehen. Alle Versuche es an der Straße oder im Gras abzustreifen scheiteterten. Sogar die zweibeinigen Welpen aus meinem Rudel können mich dann an der Leine führen, weil icIMAG2166h aufgegeben habe zu ziehen – absoluter Blödsinn. Zum Glück hat Frauchen ein Einsehen und zieht es mir nur bei Stadtbesuchen (also sehr selten an) . Ihr seht: Ich bin soooo arm.

Männer – Rüden – also was Richtiges – Fehlanzeige. Die wissen gar nicht mehr was die sind.  In meiner letzten „Hitze“ habe ich wirklich Ausschau gehalten und schöne die Umgebung markiert – aber nichts, null, niente. Keiner saß vor der Tür, im Park haben die einfach nur mit mir gespielt, als sei nichts los. Naja wenigstens können hier Jungs und Mädchen einfach nur Freunde sein. 🙂

Restaurant,IMAG2104 Shops, Busse – gibts hier nicht. Denn ohne mich würden meine Leute diese ganzen Sachen, die in Deutschland total normal für uns waren, hier wohl nicht besuchen. Oh, ich weiß noch genau, wo mir diese unbekannte Zweibeiner im Gasthaus von seinem Schnitzel…. Ja leider hier gibts keine Restaurants. 😦

Dafür eine ganz andere Natur – neue Gerüche – und viele, viele Hunde auch am Strand (seht ihr diesen Adonis, also mit dem wäre ich sofort zusammengezogen – sorry Fynn, war nur ein Strandflirt)IMAG1502IMAG1504

und auch viel Wald und Parks mit lecker Enten – jetzt ist oft Labrador Wetter und man kann fast überall schwimmen…IMAG2096

Insgesamt kein schlechter Schnitt soweit… Obwohl mir natürlich meine Freunde sehr fehlen: Fynn, wo bist du? Tante Smily – Lola von Possenhofen -Pauli – Espresso und Elli – Hier hab ich nur Buddy, Fenway und Bean- die sind o.k., denn ich hab nichts gegen Übergewichtige 🙂 Im Park treffe ich manchmal Lady, Bently und Puppy (der wird mal ein Berner Sennenhund mit 100 Pfund, aber das wissen seine Leute wohl nicht) – kommt doch mal rüber!

Wuff und bis bald mal – Bella   (ja, ich bin auch hinter den sieben Bergen noch die Schönste im ganzen Land….)

 

 

Bubblegum – und ein ganz normaler Sonntag

Eine „Sehenswürdigkeit“ in Seattle ist bzw. war bis Anfang der Woche die  „The Market Theater Gum Wall“ in Seattle am Pike Market. Wir sind da paarmal dran vorbei geschlendert und es hat schon bisschen was Grausliges an sich, wenn man sich kurz ausmalt, was diese Wand so fröhlich bunt gestaltet: Ausgespuckter Kaugummi… Aber USA würde – layed back Northwest hin oder her – nicht die USA sein, wenn man da nicht irgendwann die Keime (germs) mit ins Auge fassen würde. Und so wird diese Attraktion nicht nur als „one of the germiest“ bezeichnet, sondern mal eben schön weggesäubert. Drei Tage lang wurde dampfgestrahlt etc. und nu isse weg. Aber dank Hinweisen hießiger (und deutscher) Presse (http://www.stern.de/panorama/weltgeschehen/kaugummis—in-seattle-kleben-millionen-davon-an-einer-hauswand-6550658.html) waren wir rechtzeitig einen Tag vor Beginn der Reinigungsaktion vor Ort und haben vor dem schaurig-schönen Ort noch eine paar Bubble-Fotos geschossen.

IMAG1930Jetzt lese ich gerade, es war gar nicht wegen der Keime, sondern weil der Zucker sich über die Jahre in die Mauer gefressen hat und man darf sofort nach der Säuberung wieder weiter kleben. Aber gut, über 20 Jahre Bubble-Gum wird nicht so schnell wieder so schön vielfältig kleben…. Ich halte Euch auf dem Laufenden 🙂

Der ganz normale Sonntag ist inhaltlich recht unspektakulär – irgendwann muss die ganze Bande mal raus aus dem „Milbentempel“ (das hat Atze Schröder mal so schön formuliert) und an  die frische Luft. Wir natürlich immer neue Wanderrouten ausprobierend, sind auf die Seattleseite genau gegenüber von Mercer Island gefahren, dort gibts eine Halbinsel, eigentlich mehr eine Dreiviertel Insel, genannt Seward Park und die kann man gut umrunden oder auch quer rüber laufen und hat dabei sehr schöne Ausblicke auf unser Wohneiland und auf die Skyline von Seattle…

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Und danach downtown – ist ja nicht mehr weit. Ein Sandwich in der Metzgerei und dann einen Cappuccino im Cafe Umbria – hat fast was von München – Glockenbach oder Haidhausen oder Schwabing – ich hör auf, nein ist nicht zu vergleichen…

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IMAG1908_1Hier in der Metzgerei konnten wir auch gleich einen „Oregon organic free-range Turkey“ bestellen – einen weiblichen mit hoffentlich nur 12 pounds… (Chrisi hast Du nicht auch mal viele, viele Stunden den perfekten Truthahn gebraten?) Schickt mir nur Eure Truthahntipps und Beilagenvorschläge – Kartoffelkloß mit Soß??? Demnächst ist nämlich hier schon Thanksgiving!!!

Whidbey Island…

Liebe Alle – liebe Österreicher! Nachdem ich jetzt erfahren habe, dass meine lieben österreichischen Verwandten (auch die fortgeschritten Alters) sich ans WWW angedockt haben und wöchentlich hier reinschauen und lesen (und sich etwas über zu wenig persönlich Anrede beschwert haben:-) sei noch mal erwähnt: Das hier kann tatsächlich, jeder der mag aufrufen und vielleicht wollt ihr doch keine persönlichen Worte hier lesen??? Aber gut, liebe Ruth, lieber Kurti ich finde es sooooo super, dass Ihr mit über 80 unser abenteuerliches Leben hier drüben mitverfolgt – ich schreib jetzt nicht was du von Amerikanern hälst, Onkel Kurti (de san so …. de Amis, geh bitte do fliag I sicha ned umi!) IMAG1422

Aber die Natur ist herrlich und so leite ich geschickt über zu einem Ausflug nach Whidbey Island vor zwei Wochen, als die Großeltern noch da waren, eine Insel, die man im 30 min Takt von Mukilteo, 1 Std. von uns entfernt, mit einer kleinen Fähre erreicht.

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Wir sind auf gut Glück an den erstbesten Strand gefahren und die Sonne kam kurz raus. Die Luft war – mal wieder – wie Seide (hat Margot hier immer wieder mit großer Begeisterung festgestellt) und es stellte sich heraIMAG1504us, dass Bella hier nicht nur mitlaufen durfte, sondern es sogar ein off-leash Strand war – endlich mal. Also Strandspaziergang, Muschelsuchen, Enten beobachten, mit anderen chocolate lab Jungs flirten, also für jeden war was dabei.

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Und ließ man das Auge schweifen, dann blieb hinter der Bucht der Blick hängen an dem almwiesenartigen Ufer und den schneebedeckten Bergen im Hintergrund. Ich weiß nicht ob das auf den Handyfotos so rauskommt, aber es hatte was von Voralpenland mit Meeresrauschen.

IMG-20151025-WA0012Dann gings weiter in ein „historisches“ Kapitänsstädtchen, wo wir uns sehr auf frisch gefangene Muscheln freuten, aber dann gleich mal in einer griabigen Bar abgewimmelt wurden, weil wir ja minderjährige Kinder dabei hatten. ??? IMAG1519

Also das ist nämlich scheinbar jugendgefährdend, wenn die Kinder neben ihrer Brause ein Bier (das die Erwachsenen trinken würden) stehen haben, auch wenn es in den „familyfriendly restaurants“ auch Bier usw. gibt, dann ist eine Bar eben eine Bar, wo es offensichtlich zuviel Alkohol gibt für die kleinen Kinderseelen. Und da muss ich schon auch nochmal erwähnen, dass Überraschungseier hier verboten sind – wenn man sie einführt oder damit erwischt wird, muss man 100 $ Strafe zahlen. Ist tatsächlich hier im entfernten Bekanntenkreis vorgekommen. Klingt jetzt komisch, ist aber so. Dass hier ständig Menschen aus Versehen an- oder erschossen werden, weil jeder einen Waffenschrank daheim hat, das ist ja was gaaaaaanz anderes, aber Überraschungsei – null-Toleranzpolitik. (Du hast hier vollkommen recht Onkel Kurti: De san so ….)

Wir haben dann doch noch ein „harmloses“ Lokal gefunden und tatsächlich konnten einige von uns frische Muschen aus der Bucht genießen, andere blieben bei Pancakes (da kann man nichts falsch machen) und weiter gings noch einen Pioneer-Pfad folgend schließlich über eine beeindruckendeIMAG1576Stahlbrücke im Norden der Insel zurück aufs Festland… Hier gibts sehr starke Gezeitenströmungen und es hat was optisch was von den Rügener Kreidefelsen. Bis bald Whidbey Island!IMAG1563

Halloween… is over, puh

Wie versprochen weiter gleich mal mit Halloween! IMAG1617IMAG1616

Wer dachte, hier kann man Halloween entgehen – no way! It`s really big – wie man zu sagen pflegt. Bei uns ist es ja immer mehr im Kommen, dass Kinder am 31.10. als Geister, Hexen, Kürbisse herumwandern und nach Süßigkeiten fragen, ich hab das nie ganz verstanden und bis letztes Jahr meine zwei auch überzeugen können, dass wir das nicht machen. Letztes Jahr gabs dann kein Halten mehr, aber sie waren allein mit Freunden unterwegs. Das war allerdings eine Halloween Lightversion. In den Läden werden seit Wochen neben Kürbissen in allen Größen, Formen undIMG-20151026-WA0002 Zubereitungsarten auch hübsche Plastikgrabsteine, Skelette von der Katze bis zum Menschen – weiße Holzkreuze, Zombies, einzelne Arme und Beine angeboten, nicht zu vergessen putzige Lichterketten aus Totenköpfen. Alles für den Vorgarten und den Eingangsbereich.Was das Türkranzerl mit Hagebutten bei uns ist, ist hier die elegente Knochenhandrunde in silber. Es gibt Zeitschriften extra nur für Halloweendekovorschläge…IMAG1779 und Tipps wie man den Vierbeiner einkleidet. IMAG1780

Taranteln in Horrormoviegröße zieren das Spinnennetz IMAG1778über der Haustür beim Nachbarn,  Drachen 2,50 m stehen Wache neben aufblasbaren Schloßeingängen. O.k. Dann gehts weiter mit Adult-Parties – wir waren auch eingeladen. Natürlich gingen wir als Hexe und Vampir – man passt sich ja an – aber weit gefehlt.

FB_IMG_1446488628223Ich kam mir vor wie auf Mannis legendären WG Parties: HieIMAG1412r 4 Hippies, dort eine Politesse mit erstaunlich viel Brusthaar – war ja auch ein Typ, Coboys, allerdings keine Indianer, schon der ein oder andere Vampir. Ganz klar, Halloween ist so was wie Fasching/Karneval. Vor allem die Kinder gehen als alles mögliche vom Hulk, über Minions, Prinzessin, zum Drachen. Mit leichtem Star-Wars-Kostüm Überhang und gerne auch Skelett oder frisch Geköpfter…. Alles in allem really weird. Die Schule veranstaltete am Tag vor Halloween eine Parade – alle waren verkleidet und danach gabs Spiele/Party in den Klassenzimmern.IMAG1636IMAG1681IMAG1711

Es waren mehr Eltern anwesend, als am ersten Schultag. Am Halloween-Abend selbst waren wir in der Nachbarschaft auf eine Pre-Trick-or-Treat Feier eingeladen und dann gings los. In einer Neighborhood, die hier auf der Insel bekannt für ihr „Halloween-Engagement“ ist – ein must also – fanden wir uns nach Einbruch der Dunkelheit gefühlt mit 500 anderen Kindern, die diese 50 Häuser abklapperten.IMAG1728

Manchen Bewohner saßen direkt (mit und ohne Bier – aber alle verkleidet) vor ihren Haustüren und übergaben den Kindern was Süßes. Andere hatten ihre Garage in eine Geisterbahn umgebaut – ja!IMAG1764IMAG1738

Wieder andere lockten mit IMAG1762IMAG1736Installationen – elektrisch aufgeblasenen gesichtslosen Hexen, die aus Büchern Schauriges rezitierten (wir haben es zum Glück nicht verstanden).  Ein Mann schnitzt jedes Jahr 20 bis 30 Kürbisse und das sah tatsächlich gut aus.

IMAG1758Bis zum nächsten Jahr – happy Halloween.

New York!!!

Der Herbst kommt – mit ihm das graue Seattle Wetter – Allerdings wie ich erfahren habe ist es ein Geheimnis der Seattler, nicht zu verraten, dass es im Grunde überhaupt nicht ständig regnet, sondern alle nicken, ja, ja regnet viel, mhm. Damit nicht so viele Touristen kommen... Also ihr wisst Bescheid: Geheimtipp – wer also in der Sonne sein möchte – come to Seattle.

Das vorneweg, aber ich muss ja noch berichten: ICH WAR IN NEW YORK! Aus, vorbei ich kann nun nicht mehr mit Udo Jürgens grölen, denn jetzt war ich da. Hat sich günstig ergeben, bei einer Dienstreise mitzufliegen und dabei auch mal in diesen amerikanischen Wahnsinnstraum einzutauchen.

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Ist schon „wow“, sozusagen. Wer schon mal dort war, wird es IMAG1158verstehen. Es ist eine riesige Stadt, die sehr quirlig, man könnte auch sagen hektisch ist, wo Menschen von überallher strömen und wo man sich zwischen den verschiedenen Vierteln von Manhatten (dort war ich vorwiegend) wie von einem Kontinent in den anderen bewegt. Gerade eben noch Skyscrapers – dann sieht es aus wie in Paris – dann wieder Hinterhof Berlin – oh dann Shanghai – oder wie ich mit Shanghai vorstelle – und dann wieder in einem Hipster-irgendwie-Cafe mit bärtigen 20jährigen, die dir Cafe, grüne Smoothies und was auch immer anbieten. Beim Abendessen musste ich wieder an Biggi und Watzlawick (den ich Dank meiner Kollegen immer bei mir trage) denken: Je besser das Restaurant, desto düsterer und man möchte gerne um eine Taschenlampe bitten, nur um mal kurz zu sehen, wie das Steak so aussieht – das Auge isst ja mit… IMAG1227

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Dann beim Konzert-Lounge-Event dabei – Hiphop und Rapper muss man da schon mögen. Als dann am Ende der Jay-Z „Empire State of Mind „gsungen“ hat – des war schon nicht schlecht… Haben auch alle mitgesungen – übrigens auch gerne bei den andern Rap-Songs. Für Euch zum mitsingen, die Alicia Keys Passage: „In New York – concrete jungle where dreams are made of – there`s nothing you can´t do…. Now you are in New York  – this streets will make you feel brand new, the lights will inspire you“ Und so weiter, das fasst es recht schön zusammen 🙂

Ich würde das nächste Mal aber mehr als 3 Tage einplanen – vmtl. bräuchte man 3 Monate, um sich grob zu orientieren. Aber in drei Tagen kann man zumindest –  Ground Zero, Statue of liberty (von weitem), Wall-Street, 5th Avenue und Empire State Building für die ersten Eindrücke abgrasen…

Soweit zu New York – gleich gehts weiter mit der letzten Woche und dann steigt ja heute noch Halloween und dem kann man hier definitiv nicht entgehen. Sogar bei der Schulparade (ja, ja Halloween-Kostüm-Parade und anschließend Party) sind mehr Eltern da, als am ersten Schultag.

Sightseeing in Washington State…

Natürlich kommt man mit Besuch (noch) mehr rum und don`t stuck on the island – wie das mal von einer Bewohnerin hier ausgedrückt wurde… Also am Wochenende gleich mal Sightseeing: Pike Market – we call it a Klassiker. So eine Art Viktualienmarkt – jeden Tag viel Obst – Gemüse – Seafood – Blumen und wegen der starken Hanglage Richtung Sund auf mehreren Etagen auch diverse kleine Shops aller Art, IMAG0961

natürlich auch viel Nippes. IMAG0959

Im Markt wird dem dt. Touristen/Anwohner immer Ulis German Bratwurst empfohlen – einem deutschen Metzger, der hier mit Bioschweinefleischwürtschen aller Art die deutsche Bratwurstleitkultur vorgibt. Ich wurde im Englisch Kurs (wir müssen uns ja immer unterhalten, Conversation eben) tatsächlich gefragt, ob ich nicht vor allem die Bratwurst vermisse (oder doch das Kraut 🙂 ) Nein ich vermisse ganz normales Brot, das sich nicht auf 10% zusammendrücken lässt oder einen Kartoffelknödel mit Kirchweihganserl oder so, aber es ist noch auszuhalten. Trotzdem haben wir die drei „deutschen“ Bratwurstsorten, die Uli im Sortiment hatte, zum Braten mitgenommen. Er hat auch noch italienische, spanische und diverse andere Bratwurstsorten im Angebot – die sich aber optisch durchaus ähneln – mal sehen wann wir uns durch alle Geschmacksrichtungen durchgegessen haben.

IMAG0949Dann typisches Seattle Wetter, Regen von allen Seiten, wir ins Aquarium – wo wir jetzt eine Jahrekarte haben und ganz entspannt so oft wir wollen IMAG0907Seeigel und Seesterne streicheln dürfen.

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Bei der Seeannemonenfütterung zuschaIMAG0971uen und  Otterfell streicheln dürfen. Danach war uns komischerweise nach fish and chips, aber es war gar nicht so einfach ein passendes Lokälchen zu finden – schließlich ganz wunderbar im steelhead diner diverses lecker Essen genossen und den Regentropfen an den Fenstern zugesehen.

Sonntag Space Needle Wetter  – also rauf auf die Nadel und oh – ah – Blick über den Sund – über die Skyline und nach Mercer Island rüber… So sche scho. Daneben gibts gleich noch ein recht bekanntes Glas Museum und ein Science Museum für Kinder – das super sein soll – aber wir können ja nicht alles auf einmal abgrasen.

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IMAG0982Mittwoch dann ein bisschen „under the weather“ wie ich gelernt habe – erste Erkältung, weil das Klima irgendwie doch anders ist. Man meint – oh heute morgen ist es frisch und wolkig, also wie daheim auch zwischen 1. Oktober und Ostern schön die Strumpfhose rausgekramt und dann wirds nachmittag – trotz Nieselregen und besonders wenn die Sonne rauskommt – dampfig oder richtig lau, so dass es eine rechte Fehlentscheidung war, das mit der Strumpfhose. Warum auch immer – erster cold und die Feststellung, dass Taschentücher in Päckchen hier eine Rarität sind, schneuz.

Die Schule plätschert so dahin. Vali rechnet jeden Tag ein Blatt, kämpft mit den amerikanischen Rechenzeichen, die haben mehrere Schreibweisen für Multiplizieren und Dividieren und Sophie musste eine Präsentation zum State Washington machen – die anderen zu den anderen States (von Oregon bis zu where the h… is Delaware), die es so gibt. Ich durfte netterweise mithelfen bei der PPP und wir haben schöne Bilder gefunden. Sophie hochmotiviert, wollte auch alles selbst und auf englisch sagen und nach der Schule ist die Lehrerin mit weit aufgerissenen Augen und dem Wort „AMAZING“ auf den Lippen auf mich zugestürmt – ja da lacht das Mutterherz. Auch die Mitschüler waren scheinbar begeistert und Margaret Sophies „Buddie“ hat bei einzelnen Wörtern und der Aussprache unterstützt. (Demnächst berichte ich hier auch noch zur Inklusion, denn zwei Kinder in Sophies Klasse haben hohen Förderbedarf, aber ich muss noch mehr Infos sammeln)

Ich bin tatsächlich sehr froh, dass hier alle so wahnsinnig begeisterungsfähig sind – und die Kinder die Umstellung so smooth wegstecken. Zwischendurch kommen natürlich ein paar Frustanfälle, das ist klar. So und heute abend – der erste Meilenstein in unserer fortschreitendenden Amerikanisierung: „All Band Night“ – wo unser Kind nach 4 Wochen Klarinette zusammen mit der Middle-School-Band und der High-School-Band zur Halbzeit des Middle-School-Footballgame performt. Isn`t that – again – amazing??? Das fragt Euch Julia und wünscht ein schönes Wochenende.

P.S. Hier schneits übrigens nicht 🙂

Die Ersten sind eingeflogen – (Deutsch-Österreich-Schweiz) DÖS-Woche

Meine Lieben! Die Zeit vergeht, ich denke schon immer dran weiter zu schreiben, aber es ist soooo viel los.

Erstmal war gleich – wie gerufen – letztes Wochenende ein Samstag/Sonntag wie im bayrischen Bilderbuch oder man könnte sagen Indian Summer kündigte sich an. Wir also auf zur Hütte in den Ort Snoqualmi Pass, wo die Straßen wohlklinde Namen wie Innsbruck Drive und Garmisch Place haben. Es dauert 50 min von Haustür zu Haustür sozusagen – ist also unser neues Garmisch. Die letzten Meter auf hoppelten wir auf einer wahren „dirtroad“ zum „Berghaus“, mhm. Ja und hier begrüßte uns erstmaIMAG0766l Klaus-Dieter – oder wars Günther. Wie auch immer, es war ziemlich strange so viele deutsche Menschen auf einem Haufen zu treffen. Es wurde dann aber doch sehr, sehr lustig, denn wie sich herausstellte war dies ein Club (gegründet von D-Ö-S in den 60er Jahren, vmtl. unter großem Heimweh, IMAG0740dIMAG0772enn seht selbst…)

Hier kann man auch als nicht Europäer Mitglied werden, ist allerdings nur so eine Art Selbstversorger Hütte. Es war nur IMAG0742Anfangs so bisschen wie im falschen Film, IMAG0749dann wurde es richtig lustig und kristallisierte sich eher als multi-kulti Abend mit netten Kontakten und zu guter Letzt sogar Perspektiven beruflicher Art: Du wir suchen in der SAGA Schule immer Lehrer, odr!

Sehr interessant, was man nach 10 Jahren USA als „bayrische Kulinarik“ empfindet und dabei kombiniert – aber insgesamt – für meine ja am Freitag heimwehgeplagte Seele – Balsam. Bisschen nachdenklich stimmte mich, dass die meisten eben schon meist 8, 10, 15 Jahre hier leben und sich gar nicht so recht zurücksehen bzw. eine Familie (aus der Oberpfalz) hat vor 4 Jahren versucht wieder in Berlin zu starten und sie haben nach 7 Monaten wieder einen Container gepackt und sind zurück nach Seattle…

Sonntag immer noch wunderbar warm und sonnig. Also Hälfte der Familie auf ein Boot – einmal probekentern musste man – und los gings. Die andere Hälfte explorierte einen neuen Off-leash park – auch schön, doch doch.

Und dann Endspurt: Die Großeltern sollten ja einfliegen. Darf man jetzt Backpulver oder nicht, wie es ist mit Gummibärchen, Vanillezucker und Mandelcreme (also die fürs Gesicht…)? Ja das sind die Fragen, die jetzt sich Besucher stellen müssen, denn das war alles auf der Mitbringliste. Im Endeffekt, waren ja wenig Pflanzen und kaum Rohfleisch unter den Sachen, ging alles mit und wurde auch völlig problemlos eingeführt. Gegen die Flugangst – bzw. die Abstürzangst kann man mit einem sehr schönen Beitrag des österreichischen Kabarattisten Niavarani besiegen oder teilen. Bitte schaut unbedingt unter…

Und in diesem Sinne, denkt immer daran: Wos soi sei, de hom 4 Gummirutschn….

bavaria – homesick – beer

So jetzt ist es soweit. Mit all Euren Mails, Whatsappnachrichten und Bildern – die ich mir ja wünsche und worüber ich mich sehr, sehr freue – habt ihr mich jetzt wieder näher gebracht – „nach Haus“. Wir haben schon E.T. angeschaut und manchmal komme ich mir auch so vor hier. (Telefon, Telefon)

Und jetzt rollt grade im Moment doch so kleine Heimwehwelle über mich. Wenn ich mir die Fotos der 3. Klässler in Pöcking ansehe oder die lustigen Sprachnachrichten der 5. Klässlerinnen höre („Wohnst du eigentlich in Amerika in einem Haus aus Stroh?“IMAG0671) oder Eure Wander- und Wiesnbilder, ja dann…. homesick.

Hier ist zwar auch total Oktoberfest und bavaria and so on – soundsoviele Kneipen haben zumindest eine“ Oktoberfestnight“ überall gibts das entsprechende Bier zu kaufen. Und here we go – sind wir schon mitten drin. Wenn es bei uns die Braukunst ist, dann ist es hier die Etiketten-Kunst. Also ich kann mir nicht vorstellen, dass die alle so extrem unterschiedlich schmecken, aber man kann hier nach Anlass und persönlichem Gutdünken eine Biersorte nach Ettikett auswählen – ein paar Beispiele (bitte stellt euch nicht vor, wie ich mir vorkam all diese Biere zu fotografieren)IMAG0676IMAG0685IMAG0683

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IMAG0672Ansonsten ist man hier total crazy about pumpkin… Was also das Nikolausi und die Lebkuchen bei uns sind – stehen doch sicher schon wieder in den Regalen, oder? – sind hier pumpkins und halloween-stuff.

Es gibt Pumpkin- cake, cookies, jam, juice, marmelade, pie, bred, chocolate, cheese, spice und bei starbucks die fall-edition: pumpkin-spiced-latte und eben auch Pumpkin Bier!!!

Ich habe nach Ettiket gekauft und dachte noch, hui Nachteule, das passt IMAG0703zu mir und so ein Kürbis Ale, das ist sicher yummi. Nein, also kannst nicht mit einem Andechser-Doppelbock vergleichen. Eher mit einem Schlenkerla-Rauchbier, aber ohne Rauch. Und es hat was von Glühwein ohne Wein, eher Glühbier eben. Komisch. Da ich mich auch nicht durch alle Sorten durchtrinken möchte, lass ich das erstmal mit dem pumpkinbeer.

In Erinnerung an Steffi (… als erstes brauch ich mal gaaanz viel Alkohol) seht ihr, ich kann mein Heimweh in jeder Geschmacksrichtung hinunterspülen.

Als Kontrastprogramm werde ich mir und der family heute Abend das große „Coming Home“ (irgendwie auch wieder absurd) des Highschool Football Teams mit Cheerleader, Band und allem drum und dran geben. Dazu einen Hotdog und meine Welt ist wieder in Ordnung. Ich bitte aber zusätzlich um ein paar Mails, warum es bei uns daheim grade ganz scheußlich, unangenehm und zum Davonlaufen ist und wer bitte deshalb auch hierherziehen wird!!! Keep me in the loop!

Idioms…

Wie Ihr sicher wisst – es werden im Englischen, wie auch im Deutschen gerne idioms verwendet – also Redewendungen, die man nicht so eins zu eins übersetzen kann. Ich bin ja keine Sprachwissenschaftlerin – aber habe jetzt verstanden, ich kommeunder all pig da nicht drum rum, diese auch ein wenig zu lernen. Nicht dass ich dann lotharmatthäend „again what learned“ „nice corner here“ sage oder wie meine lieben Kolleginnen mir zum Abschied mitgaben:

However. Das Gute ist, ich habe ja Kontakt zu einem herausragenden Sprachwissenschaftler und Namenserfinder – Werner Brandl. Und ich erinnere mich wie wir am Königsplatz in München  – mei des is ja scho gar niIMAG0636mmer wahr – mit einem Studi aus Portland saßen (er hat sehr laut geschmatzt beim Essen) und er hat dich unterstützt Werner, beim Schreiben deines Buchs – ja das muss man schon erwähnen. Und wer schmöckert gerne darin – natürlich ich, denn es besteht ja nur aus idioms. IMAG0637Vielleicht könnte man mit einer leicht veränderten Aufmachung und etwas peppigeren Illustrationen sogar einen Bestseller oder zumindest Standardlektüre für Auswanderer machen???

In meinen Conversation Lessons müssen wir uns gegenseitig jeweils ein idiom vorstellen. Wir  haben auch schon gelernt „it is a piece of cake“ and „it costs me an arm and a leg“ – grübelt mal schön.

Meine Frage an Euch Sprachwissenschaftler und Englischlehrerinnen: Benutzt man wirklich all diese idioms so häufig? Merke ich in meiner Muttersprache vielleicht gar nicht wie viele ich davon verwende? In Österreich werden ja auch gerne idioms verwendet, z.B. von meinem Onkel Kurti: „I bin do ned deppat und steh do wia a pik simma und woat auf eich“ („da stehen wie ein Pik 7er“ bedeutet lange auf jemanden warten und sich dabei doof vorkommen) oder allgemein von Österreichern verwendet: „Bist du deppat!!“ ( = Bist du bescheuert!! bedeutet: Wirklich???)

Ich schweife wieder ab. Also Frage: Sind diese idioms – z.B. auch die in dem Buch zeitgemäß? Ändern die sich? Gibts welche, die nur Engländer verwenden, nur Texaner, nur Seattler??? Ich möchte es halt ganz genau wissen :-).

So im Groben verstehe ich schon alle, aber es gibt ja auch die Feinheiten. Eine Sache ist auch diese social security number hier. Ich habs noch nicht ganz kapiert. Es heißt nö, die braucht man nicht. Die bekommt man auch nur in Kombination mit der Arbeitserlaubnis. Gut soweit. Ich will ja erstmal pausieren. So dann in der ersten Klamottenladenkette wiedermal super advantage Karte angetragen bekommen. Oh, sorry you need a social security number (ssn). Gut, dann nicht. Nächste Gelegenheit. Ich ca. 5 Std. im Musikladen, um das Prinzip rent and buy or not Prinzip für Sophies Klarinette zu kapieren und dem Klarinettisten zuzuhören, wie er die Instrument nochmal durchcheckt. Dann o.k. nehm mer die Jupiter… Oh, da brauch mer aber die ssn. So dann muss ich immer meinen husband anrufen, wenn er überhaupt in der Stadt ist, kommt er dann angefahren und löst mich aus, quasi. Und das hat es dann zum Überlaufen gebracht, das Fass (idiom) : Ich kann nicht Volunteer sein an der Schule ohne ssn… So es reicht. Her mir der Arbeitsgenehmigung, dem drivers license (krieg ich sonst auch nicht, ist auf Dauer ungünstig). Mal sehen wie lange es dauert, aber dann fühle ich mich wieder vollwertig.

Kurzer Exkurs zum Führerschein: Lustigerweise ist es in jedem State anders, welche „Ausländer“, „Einwanderer“ nochmal eine Prüfung machen müssen und welche nicht. Hier im State Washington ist es so, dass alle eine Püfung für einen lokalen drivers license machen müssen außer Menschen mit Führerschein aus :

A valid license from:

  • Another U.S. state
    • District of Columbia
    • U.S. Territory or possession
    • U.S. Department of State
  • British Columbia
  • Germany
  • South Korea
  • Taiwan

Flag

So it will be a breeze for me to get the license…. 🙂